Kurth:"UMTS-Kosten sind exorbitant"
Regulierungschef: UMTS in zehn Jahren ein Erfolg

"Ich gehe davon aus, dass in zehn Jahren aus den UMTS-Diensten etwas geworden ist", sagte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth, der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe).

HB/dpa BONN. Dabei hielt er Skeptikern entgegen, dass die teuren Lizenzen für 20 Jahre vergeben worden seien. Kurth erinnerte daran, dass vor zehn Jahren noch keiner geglaubt hätte, dass fast alle Deutschen einmal mit einem Handy telefonieren würden.

Vor zwei Jahren waren bei der spektakulären Auktion sechs UMTS- Lizenzen für gut 50 Mrd. Euro an T-Mobile, Vodafone/D2, E-Plus, O2 (früher: VIAG Interkom) sowie MobilCom und Telefónica/Sonera (Quam) vergeben worden. Die spanischc Telefónica hatte vor wenigen Wochen ihre UMTS-Aktivitäten unter anderem in Deutschland auf Eis gelegt. Quam war erst Anfang dieses Jahres mit Mobilfunkdiensten gestartet. Dem Unternehmen werden ebenso wie Mobilcom, die seit Monaten mit Großaktionär France Télécom im Streit liegt, kaum Überlebenschancen im UMTS-Geschäft eingeräumt.

Kurth bezeichnete die UMTS-Kosten als exorbitant. Doch dafür könne man weder die Regulierungsbehörde noch das Versteigerungsverfahren verantwortlich machen. In einigen Ländern wurden inzwischen die Lizenzbedingungen wegen der Krise im Mobilfunk geändert, um den Unternehmen mehr finanziellen Spielraum zu verschaffen. Kurth sieht dagegen keinen Handlungsbedarf. "Wir haben von Anfang an praktikable und realistische Voraussetzungen geschaffen", sagte er der Zeitung.

Sollten UMTS-Lizenzen zurückgegeben werden oder an die Behörde zurückfallen, erwägt die Regulierungsbehörde eine Auktion unter den verbleibenden Anbietern. Das müsste aber vorher in Zusammenarbeit mit den Marktteilnehmern erarbeitet werden.

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