Kurz-Studie der Bankgesellschaft Berlin
VIAG Interkom könnte bei UMTS-Lizenzen leer ausgehen

dpa-afx BERLIN. Die Bankgesellschaft Berlin hat am Dienstag eine Kurz-Studie über einen möglichen Ausgang der UMTS-Versteigerung vorgelegt. Darin gibt das Geldinstitut seine Einschätzung über die Chancen der einzelnen Auktionsteilnehmer ab. Aus der Analyse ergeben sich zwei verschiedene Szenarien, wobei die Bank den ersten Fall für wahrscheinlicher hält als den zweiten.

Die Bankgesellschaft erwartet im ersten Szenario, dass es am Ende fünf UMTS-Lizenznehmer geben wird. Danach würden die Telekom-Tochter D1, Marktführer Mannesmann Mobilfunk, das Konsortium Eplus/Hutchison, VIAG Interkom sowie Mobilcom Multimedia den Zuschlag bekommen.´

Debitel/Swisscom und das Konsortium 3G (Sonera/Telefónica) scheiden nach Einschätzung der Bank "früher oder später" aus. Jeweils drei gepaarte Frequenzblöcke würden an die D-Netze fallen, jeweils zwei an die anderen Bewerber.

Im zweiten Szenario erhält dagegen auch Eplus/Hutchison drei gepaarte Freque nzblöcke. Damit müsste ein weiterer Auktionsteilnehmer ausscheiden. Die Berliner Bank hält es für sehr wahrscheinlich, dass dann das Mobilcom-Konsortium mit der France Telecom im Rücken das Rennen macht. Die Verbindung habe bereits zu Beginn der Auktion mit einem hohen Gebot gezeigt, dass sie bereit sei, viel Geld für die UMTS-Lizenz zu bezahlen.

VIAG Interkom würde in diesem zweiten Szenario leer ausgehen. Zwar wolle die British Telecom jeden Preis für die Lizenz zahlen, die Bereitschaft beim Partner E.on sei dagegen limitiert. Die Bank glaubt, dass der Ausstieg vom E.on-Vorgänger VEBA bei otelo und Eplus ein Beleg dafür ist, dass der Konzern nicht ohne Vorbehalte hinter der Telekommunikation stehe. Damit könnte die British Telecom als großer Verlierer aus dem Poker um die UMTS-Lizenzen hervorgehen. Die BT würde dadurch im europäischen Mobilfunkmarkt entscheidend geschwächt.

Die Regulierungsbehörde versteigert seit Montag in Mainz zehn gepaarte Frequenzblöcke. Sieben Telekommunikationsunternehmen haben sich um die UMTS-Lizenzen beworben. Den Zuschlag erhält, wer die höchste Summe bietet. Ein Lizenznehmer muß mindestens zwei jedoch höchstens drei Frequenzblöcke ersteigern.

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