Kurz und knapp
Cromme und Grönemeyer

Rezensionen aus der Handelsblatt-Redaktion



Gerhard Cromme (Hrsg.): Corporate Governance Report 2003. Verlag Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2004, 252 Seiten, 49,95 Euro

Internationale Finanzskandale wie bei Enron oder Parmalat haben das Vertrauen der Anleger geschwächt. Darunter leiden auch deutsche Unternehmen. Um Investoren wieder von ihrer Redlichkeit zu überzeugen, ist mehr Transparenz nötig. Dafür soll der Deutsche Corporate Governance Kodex sorgen. Der "Corporate Governance Report" gibt die Vorträge und Gespräche der Zweiten Konferenz zum Kodex wieder, bei der Aufsichtsräte, Vorstände, Vertreter von Wissenschaft, Behörden und Politik im vergangenen Jahr über gute Unternehmensleitung und-überwachung diskutiert haben. Darüber hinaus bietet die detaillierte Bestandsaufnahme im Anhang den Kodex-Text und die Ergebnisse einer empirischen Studie zu Akzeptanz und Umsetzung der Regeln in börsennotierten Unternehmen. Josy Wübben



Dietrich Grönemeyer:Mensch bleiben. Herder Verlag, Freiburg 2003, 190 Seiten, 19,90 Euro

Der Name Grönemeyer zieht. Seit Monaten hält sich das Buch von Dietrich Grönemeyer auf den Bestsellerlisten. Der Medizin-Professor aus Bochum plädiert für einen "liebevolleren Umgang" mit den Patienten und will eine Brücke schlagen zwischen futuristischer High-Tech-Medizin und alternativen Behandlungsmethoden, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Gelungen ist es ihm nicht. Der Arzt referiert zwar publikumswirksam über die neuesten Entwicklungen in der Medizin und alternative Heilverfahren; bei der Idee, wie beide Welten zusammengeführt werden könnten, macht es sich Grönemeyer jedoch zu einfach: Die Ärzte müssten halt lernen, ganzheitlich zu denken. Und auch für ein anderes dringendes Problem hat er keine Lösung parat. Er schimpft zwar gegen das Kranksparen auf dem Rücken der Patienten. Aber wie sein umfassendes Gesundheitssystem finanziert werden könnte, schreibt Grönemeyer nicht. Hans Schürmann

Andreas Merbecks, Uwe Stegemann, Jesko Frommeyer: Intelligentes Risikomanagement.Redline Wirtschaft, Frankfurt 2004, 312 Seiten, 39,90 Euro

Damit hatte man in der Chefetage nicht gerechnet: Schwankungen der Rohstoff- und Energiepreise brachen einem Aluminiumhersteller fast das Genick. Während sie auf Dollar-Bewegungen ausreichend vorbereitet waren, hatten die Manager andere bedrohliche Risiken schlicht übersehen. Mit besserer Unternehmensführung wäre das nicht passiert, sagt uns das Autoren-Trio, das aus der Beraterriege von McKinsey stammt. Beispiele aus der eigenen Arbeit stehen im Vordergrund. Zum Beispiel der Maschinenbauer Trumpf: Das Unternehmen setzte schon 1979 auf die neue, vermeintlich unsichere Laser-Technologie - und wuchs in den nächsten 20 Jahren um durchschnittlich 16 Prozent. Fazit der McKinsey-Männer: "Richtiges Risikomanagement ist Chancenmanagement." Sarah Löhr

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