Kurz und knapp
Kündigungs-Check

Hier finden Sie auf einen Blick nützliche Tipps zu folgenden Themen-Bereichen: Rechts-Form, Kündigungs-Schutz, Personen-Schutz, Sozial-Bonus und Abfindung.

Rechts-Form:

Seit dem 1. Mai 2000 bedürfen sämtliche Kündigungen einer offiziellen Schriftform (§ 623 BGB). Das gilt auch für Aufhebungs- und Befristungsverträge. Spontane mündliche Rauswürfe sind danach ebenso unwirksam wie Kündigungen per Telegramm, E-Mail und Telefax. Kündigungs-Schutz: Arbeiten Sie in einem Betrieb mit mehr als fünf Mitarbeitern und sind Sie dort länger als sechs Monate beschäftigt, muss der Arbeitgeber die gesetzlichen Kündigungsfristen einhalten. Wird Ihr Betrieb von einem anderen Unternehmen übernommen und entlässt Sie der neue Chef aus betriebsbedingten Gründen, ist die Kündigung rechtswidrig.

Personen-Schutz:

Schwangere und Mütter bis zu vier Monate nach der Entbindung sowie Eltern im Erziehungsurlaub dürfen nicht gekündigt werden. Einvernehmliche Aufhebungsverträge sind aber zulässig.

Sozial-Bonus:

Entlassen werden dürfen nur Arbeitnehmer, die von einer Kündigung am wenigsten sozial betroffen sind. Bei der Vorauswahl fallen Dauer der Betriebszugehörigkeit, Alter und Unterhaltspflichten besonders ins Gewicht. Dabei kann der Arbeitgeber Punkte vergeben: Für die ersten zehn Dienstjahre gibt es jeweils einen Punkt, länger Beschäftigte erhalten pro Jahr zwei. Unterhaltspflichten für Kinder bringen vier Punkte. Eine 50-prozentige Behinderung ist fünf Punkte wert. Erst danach werden weitere Kriterien berücksichtigt: Zukunftschancen auf dem Arbeitsmarkt, Alleinerziehende, eventuelle Berufskrankheiten oder die Pflege von Angehörigen.

Abfindung:

Einen Anspruch haben Sie dann, wenn es Sozialpläne für die betriebsbedingte Kündigung gibt oder der Arbeitgeber mit Ihnen einen Aufhebungsvertrag vereinbart. Aber auch, wenn der Chef die gesetzliche, tarifliche oder einzelvertraglich geregelte Kündigungsfrist nicht einhält. Für die Höhe der Abfindung gilt folgende Faustformel: Die meisten Arbeitgeber zahlen pro Beschäftigungsjahr die Hälfte des monatlichen Bruttogehalts als Entschädigung für den Jobverlust.

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