Kurz und knapp
Von Malibu und Managern

Jede Woche finden Sie hier Rezensionen aus der Handelsblatt-Redaktion.

Leon de Winter: Malibu. Diogenes Verlag, Zürich 2003, 416 Seiten, 22,90 Euro.



Auf der Fahrt zur Feier ihres 17. Geburtstages am Strand von Malibu kommt Mirjam ums Leben. Für ihren Vater Joop bricht die Welt zusammen. Doch für Trauer bleibt keine Zeit. Philip, ein Freund aus Holland, will den Juden Joop für den israelischen Geheimdienst rekrutieren. Und Joops Jugendliebe Linda führt ihn in die Geheimnisse der Reinkarnation ein - sie hat den Nachlass seines toten Großvaters aufgespürt. Joop verliert sich in den Wirren des eigenen Lebens. Und ausgerechnet God, auf dessen Motorrad Mirjam gesessen hatte, als es zum Unfall kam, will ihn wieder ins Leben zurückholen. Am Ende kommt alles anders. De Winter erzählt die Geschichte mit ihren zahlreichen Wendungen einfach und rasant. Sie lehrt, dass man niemandem trauen kann, schon gar nicht den eigenen Vorstellungen. Susanne Wesch

Winfried A. Adam: Der Harvard-Faktor. Signum Wirtschaftsverlag, Wien 2004, 252 Seiten, 22,90 Euro

Der Zweck heiligt die Mittel, heißt ein populäres Sprichwort - und so sollte man Winfried Adam verzeihen, dass er uns gleich "Das Wissen der Besten" präsentieren will. Adam war in Harvard und hat das "Advanced Management Program" absolviert, jene weltbekannte Ausbildung, in der Top-Manager den "Feinschliff und Ritterschlag zur Übernahme höchster Aufgaben in Staat und Gesellschaft" erhalten. Er schreibt, sein Buch richte sich an "Menschen, die sich für die gegenwärtigen dramatischen Veränderungen unserer Gesellschaft interessieren und diese als Chance begreifen". Und so liefert er eine Menge Beiträge zur Lebenshilfe, wie etwa diesen: "Der Sinn des Lebens muss selbst erarbeitet werden." Das ist, wie vieles in diesem Buch, ein wenig zu wahr. Olaf Wittrock

Holger Rust: Die sanften Managementrebellen. Gabler Verlag, Wiesbaden 2003, 220 Seiten, 34,90 Euro

Der wache Blick auf die Mentalität der Führungskräfte von morgen zeigt, dass Anlass zur fröhlichen Hoffnung besteht - glaubt Holger Rust. Offensichtlich etabliert sich eine Mentalität, die sehr unterschiedliche Menschen zwischen 25 und 35 Jahren zusammenführt, einig in der Wunschvorstellung einer kollegial bewältigten Zukunft unter kooperativer Führung. Überall, an den Universitäten, in den Köpfen der Nachwuchskräfte und der jungen Führungselite, formiert sich ein so genanntes "essayistisches" Mentalitätsmilieu. Essayistisch, meint der Autor, heißt auch, zusammen mit Menschen, die anders denken und anderen Berufen nachgehen als man selbst, nach vernünftigen Lösungen zu suchen. Der Autor ist davon überzeugt, dass sich eine neue Managementkultur abzeichnet, die sich in spürbarer Konfrontation zum amtierenden Management definiert. Holger Rust hat viele Befunde zusammengetragen, die zeigen, wie der Nachwuchs die Chefetagen aufmischen will. Günter Ringleb

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