Kurz vor dem WM-Start
Noch regiert in Prag das Chaos

Noch stehen die Lichter für den reibungslosen Start der Eishockey-WM in Tschechien auf Rot. Der oragnisatorische Ablauf funktioniert noch keineswegs reibungslos. Bei der Ankunft des deutschen Teams gab es zahlreiche Pannen. Auch im Spiel zwischen Kanada und Tschechien gab es Probleme. Die Pannen brachten Bundestrainer Zach auf die Palme.

HB PRAG/BERLIN. "Das ist eine Katastrophe. Keiner weiß, wie er zum Training kommen soll. So etwas habe ich noch nie erlebt. Das ist einer A-WM nicht würdig", erklärte der Bundestrainer vor dem wichtigen WM-Auftaktspiel am Samstag (20.15 Uhr/DSF) gegen Kasachstan fest. Grund für die Wut im Bauch des Trainers: als die deutsche Nationalmannschaft gestern in Prag anreiste konnte das Team aufgrund von ärgerlichen organisatorischen Verzögerungen nicht mehr trainieren. "Wir haben es zeitlich gar nicht mehr geschafft", sagte Zach, dessen Schützlinge sich in der Sazka- Arena mit anderen Mannschaften in der gleichen Kabine umziehen mussten, bevor sie die eigentlich auf 20 Minuten angesetzte Busfahrt zur Trainingshalle antrat. Doch in den belebten Straßen der Stadt blieb die DEB-Auswahl hängen. Viel Frust für das deutsche Team.

Zach reagierte verwundert auf die Planungen, nachdem es bei den vergangenen Weltmeisterschaften Trainingshallen direkt neben der Spielhalle gegeben hatte. "Die Stadt ist toll, das Hotel ist toll, die Spielstätte ist toll. Aber die Vorfreude ist sehr großer Ernüchterung gewichen", sagte der 55-Jährige enttäuscht. Zu allem Überfluss musste Verteidiger Rob Leask von den Eisbären noch einmal zurück nach Berlin. Weil der Internationale Eishockey- Verband (IIHF) einen Reisepass bei der Anmeldung verlangt, musste sich der gebürtige Kanadier daheim ein vorläufiges Dokument ausstellen lassen und kam mit dem Auto nach Prag nachgereist.

Auch die WM-Generalprobe, die Gastgeber Tschechien am Donnerstagabend in der Sazka-Arena 8:5 gegen Titelverteidiger Kanada gewann, litt unter Mängeln. "Acht Tore gegen Kanada brachten die Arena zum Tanzen. Aber die Organisatoren waren auf den Ansturm der Zuschauer nicht vorbereitet: Die Sicherheitsvorkehrungen verursachten einen Kollaps, viele Fans verpassten das erste Drittel", kritisierte die Zeitung "Mlada fronta Dnes" am Freitag.

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