Kurz vor der Übernahme
WLZ verbucht Millionenverlust

Die WLZ Raiffeisen AG, die mit der BayWa AG einen Agrar- und Handelskonzern mit rund vier Mrd. Umsatz bilden soll, ist 2002 in die Verlustzone graten.

Reuters MÜNCHEN. BayWa-Vorstandschef Wolfgang Deml sagte am Montag in München, die Stuttgarter WLZ habe 2002 einen Fehlbetrag von fünf Mill. ? verbucht. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen knappen Überschuss von 600 000 ? gemacht. Deml sagte, nur ein Teil der Verluste sei durch außerordentliche Posten wie Neubewertungen und Risikovorsorge verursacht worden. "Die WLZ hat auch ohne die Sondermaßnahmen ein negatives Ergebnis", sagte er.

Die WLZ-Aktionäre sollen am 5. Mai über die Verschmelzung mit der BayWa abstimmen. Voraussetzung für die rückwirkend zum 1. Januar 2003 geplante Übernahme ist nach einer Auflage des Kartellamtes der Verkauf von Agrar-Standorten mit insgesamt 65 Mill. Umsatz an ein drittes Unternehmen. Darüber werde verhandelt, sagte Deml.

Zum Ausblick der börsennotierten BayWa, deren Großaktionäre mit 33 % die bayerischen Genossenschaftsbanken sind, sagte Deml, er rechne aufgrund der Konjunkturflaute und des Irak-Krieges mit rückläufigen Zahlen in diesem Jahr. Bis Ende März hätten die Umsätze von Baywa und WLZ zusammen etwa ein Prozent über Vorjahresniveau gelegen. Das sei aber aufgrund starker Schwankungen im Geschäftsverlauf für das Gesamtjahr nicht aussagekräftig.

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