Kurze Börsenwoche leidet unter geringem Interesse der Anleger
Deutsche Aktien im späten Handel uneinheitlich

Bei geringen Umsätzen hat sich der Deutsche Aktienindex Dax am Mittwoch im Abendhandel um 1,05 Prozent leichter bei 6 198 Punkten gezeigt.

dpa FRANKFURT/M. Bei geringen Umsätzen hat sich der Deutsche Aktienindex Dax am Mittwoch im Abendhandel um 1,05 Prozent leichter bei 6 198 Punkten gezeigt. Für die Werte im MDax ging es hingegen um 0,23 Prozent auf 4 626 Punkte hinauf. Getrieben von den Schwergewichten im Neuen Markt legte der Nemax-50 um 4,91 Prozent auf 1 960 Zähler zu.

"Es ist kaum was los", berichtete ein Händler einer Frankfurter Bank. Am liebsten würde er sich wie die Anleger daheim in den Gartenstuhl legen. Relativ große Umsätze sah ein Händler einer ausländischen Bank lediglich in den Automobilwerten. Nach der jüngsten Kurserholung in den USA sei nicht absehbar, ob der Aufschwung noch weiter anhalte oder schnell wieder verblasse: «Ich habe noch kein volles Vertrauen", fügte er hinzu.

Zu den großen Gewinnern zählte die Aktie des Autokonzerns BMW , die sich um 4,87 Prozent auf 39,22 Euro verteuerte. Der Münchner Konzern konnte in den USA seinen Fahrzeugabsatz im April kräftig steigern. Daimler-Chrysler legten um 1,97 Prozent auf 57,55 Euro zu. Während Volkswagen bei 56,22 Euro freundlich tendierten, legten im MDAX die Papiere des Sportwagenbauers Porsche um 2,45 Prozent auf 377,00 Euro zu.

Einen blauen Brief bekamen die Aktien der Deutschen Post von den Anlegern nach der Präsentation von Quartalszahlen. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" will der Bund im kommenden Jahr eine zweite Tranche an die Börse bringen. Der Kurs stürzte darauf hin um 6,87 Prozent auf 17,90 Euro.

Einen Tag vor der Hauptversammlung verlor die Aktie des Walldorfer Softwareunternehmens SAP 3,20 Prozent auf 173,75 Euro. Der Titel habe in den vergangenen Handelstagen kräftig zugelegt. Nun nehmen Investoren Gewinne mit, erklärte Aktienhändler Raed Mustafa von der Baden Bank. -Württembergischen

Unter die Räder kam auch die Aktie der Siemens-Halbleitertochter Infineon , die um 3,86 Prozent auf 47,11 Euro nachgaben. Das US-Investmenthaus Merrill Lynch hatte das Papier heruntergestuft. Besser erging es Epcos , die sich um 1,86 Prozent auf 74,01 Euro verbesserten und Siemens , die um 2,26 Prozent auf 85,10 Euro gewannen.

Am Neuen Markt präsentierte der Softwareanbieter Intershop im ersten Quartal einen Verlust von 34,6 Mio. Euro bei sinkendem Umsatz. Bis Jahresende soll das Unternehmen aus Jena nach dem Willen des Vorstands jedoch profitabel arbeiten. Der Kurs legte um 26,15 Prozent auf 4,92 Euro zu.

Die allgemeine Erholung der Aktienkurse hat im April noch nicht zu steigenden Umsätzen bei den Wertpapierbörsen geführt. Wie die Deutsche Börse in Frankfurt mitteilte, sank der Wertpapier-Umsatz im April laut Orderbuch an allen deutschen Börsenplätzen zusammen um 37,86 Prozent auf 86 Mrd. Euro. In ihren jeweiligen Indizes wurden am meisten Siemens, Aixtron und Loewe gehandelt.

Der Rentenmarkt gab leicht nach. Der Bund-Future verlor 0,02 Prozent auf 106,91 Zähler. Für den Rentenindex Rex ging es um 0,02 Prozent auf 111,48 Punkte hinauf. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 5,00 Prozent (Montag: 4,98) fest. Der Euro wurde im Frankfurter Devisenhandel am Abend mit 0,8922 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8907 (Montag: 0,8876) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 2,1958 (2,2035) DM.

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