Kurzer's Corner
Export als Börsenfaktor

Gute Nachrichten von einem starken Motor unserer Wirtschaft: Der Deutsche Industrie- und Handels- kammertag erklärt die zweijährige Wachstumsschwäche des Exports für beendet. Im kommenden Jahr sollen die Ausfuhren um 4,8 Prozent steigen und die Konjunktur kräftig ankurbeln.

Interessant auch: Die Prognose der Herbstumfrage unter den Außenhandelskammern hat sich in der Vergangenheit als relativ zuverlässig erwiesen. 2004 soll es einen neuen Rekord-Handelsüberschuss geben – ein weiterer Baustein für den wachsenden Optimismus und gut für Exportaktien!

Was stört, ist die wieder wachsende Unsicherheit an der Währungsfront. Denn wer die Berichte seit dem Wochenende verfolgt hat, wird von den Einschätzungen der Wechselkursrisiken irritiert worden sein: Droht ein Dollar-Crash oder werden sich die Währungen allmählich einpendeln? Kann unsere Wirtschaft mit einem noch etwas höheren Euro gut leben? Die Sorgen über einen neuen Dollar-Sturz nehmen jedenfalls zu; EZB-Chef Wim Duisenberg soll sogar schon beten. Auch die Kammern warnen – bei aller Zuversicht – vor den Risiken weiterer Währungsturbulenzen, ein Euro-Kurs von 1,20 Dollar würde dem Export wehtun.

Nun, davon sind wir nicht mehr weit entfernt. Deshalb flammt auch die Diskussion darüber auf, wann die Japaner und Europäer auf den Devisenmärkten intervenieren, ob die Europäische Zentralbank die Zinsen nochmals senkt und wie sich all dies auf die internationalen Kapitalströme auswirken wird.

Meine Empfehlung: Der Anleger sollte seine optimistische Grundhaltung deshalb nicht aufgeben. Die Währungsdiskussion ist aber ein wichtiges Warnsignal: Die Börse wird die Wechselkurse genau beobachten – das gilt übrigens auch für den Ölpreis.

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