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Kurzes Glück

Das Glück des Dow Jones Index währte nur kurz. Nach einen schwachen Handelsstart drehte der Index der 30 US-Standardwerte gegen Mittag ins positive Terrain. Das Börsenbarometer gab die Gewinne bis Handelsschluss jedoch wieder ab und schloss auf Vortagesniveau. Der Nasdaq Index versuchte ebenfalls gegen Mittag die Verluste zu begrenzen, rutschte gegen Börsenschluss jedoch wieder in die Tiefe.

Für negative Grundstimmung sorgte zur Wochenmitte Cisco Systems. Der weltgrößte Netzwerkkonzern belastet den gesamten Glasfasersektor mit schlechten Geschäftsprognosen. Nicht nur Ciscos Konkurrenten, sondern auch die Zulieferer des Konzerns verbuchten Kurseinbrüche. Die Glasfaserkomponenten-Hersteller Ciena und JDS Uniphase schafften es zwischenzeitlich ins positive Terrain, mussten dann aber wieder an Wert abgeben.

Cisco musste erstmals seit dem Börsengang im Jahr 1990 im vergangenen Quartal einen Umsatzrückgang hinnehmen. Unternehmenschef John Chambers konnte in Ermangelung besserer Zukunftsaussichten die Laune auch nicht heben. Der Umsatz werde im ersten Quartal auf Vorquartalsniveau liegen oder sogar bis zu zehn Prozent nachlassen. Cisco führte vor Intel und Microsoft die Verliererliste der Nasdaqwerte an.

Zeitweise wurden die Verluste des Glasfasersektors durch die der Chipbranche in den Hintergrund gerückt. Die Gewinnwarnung von National Semiconductor setzt den Chipsektor unter Druck. Statt eines prognostizierten Gewinns von vier Cents wird der Chiphersteller im vierten Quartal einen Verlust von vier Cents ausweisen. Intel, Applied Materials, KLA-Tencor, Texas Instruments und Motorola büßen ebenfalls an Wert ein.

Auch der Softwaresektor sorgte nicht für den dringenden Ausgleich. Microsoft wird die neue Windows XP-Version erst Ende Oktober in den Handel bringen. Die Markteilnehmer waren von der verspäteten Markteinführung wenig begeistert. Ärgerlich ist, dass Microsoft dadurch die Verschiebung die umsatzstarken "back-to school-sales" verpassen wird. Traditionell sind nach dem Ende der Schulferien die Umsätze im August für Büro- und Computerartikel besonders hoch.

Für kurzzeitig freundliche Stimmung sorgten die Nachrichten von General Electric. Die Aktie legt an Wert zu, nachdem der Konzern die Gewinnerwartungen am oberen Ende der Prognosen nochmals bestätigte. Das Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr werde mindestens 1,45 Dollar pro Aktie betragen. Auch Johnson & Johnson verzeichnete Kursgewinne, nachdem der Pharma- und Medizintechnik-Konzern die jüngsten Übernahmepläne bekannt gab. Der Konzern plant Inverness Diabetes Products für 1,3 Milliarden Dollar zu übernehmen. Auch die Aktie von Pharmakonzern Merck gewann an Wert. Neben Pharmawerten profitiert das Börsenbarometer der 30 US-Standardwerte von Punktgewinnen der Tabak- und Öltitel.

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