Kurzfristig "reduzieren": WGZ: Siemens langfristig akkumulieren

Kurzfristig "reduzieren"
WGZ: Siemens langfristig akkumulieren

Die Analysten der WGZ Bank empfehlen Anlegern, Papiere der Siemens AG kurzfristig zu "reduzieren".

dpa-afx FRANKFURT. Langfristig gesehen ist der Titel den Experten aber ein "Akkumulieren" wert, teilten sie in einer am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Studie mit.

Die Aktie sei angesichts der "doch sehr unsicheren Gewinnerwartungen" für 2002/2003 sowohl im Vergleich zum Gesamtmarkt als auch im internationalen Vergleich "annähernd angemessen" bewertet. Klare Pluspunkte sehen die Experten in der breiten Aufstellung des Siemens-Konzerns. Langfristig sehen sie das Kursziel des Papiers bei 85 Euro, wobei sich die Aktie leicht besser als der Gesamtmarkt entwickeln werde. Am Mittwochmittag notierte das Siemens-Papier mit 0,21% leicht im Minus bei 76,54 Euro.

Angesichts der Entwicklung seit den Terroranschlägen in den USA im September und im Vorfeld Zahlen für das erste Quartal, die am 26. Januar veröffentlicht werden, sollten Anleger den Titel jedoch kurzfristig "reduzieren". Die Aktie hatte seit dem September einen enormen Sprung von knapp über 35 Euro hingelegt. Kritik übten die Experten vor allem an den ihrer Ansicht nach mangelnden Äußerungen des Konzerns über die Ergebnisziele für das laufende Jahr sowie die Höhe der Retstrukturierungsaufwendungen im ersten und zweiten Quartal des neuen Geschäftsjahres.

Vor allem für den Bereich ICN (Information und Communication Networks) rechnen die Autoren für das Geschäftsjahr 2001/2002 noch mit "spürbaren Verlusten". Dagegen dürfte nach Ansicht der Experten das Arbeitsgebiet ICM (Information and Communication Mobile) "bereits im laufenden Jahr mit der Annäherung an den break even Licht am Ende des Tunnels sehen. Auf Grund von Restrukturierungsmaßnahmen und Kostensenkungen könnten auch die Bereiche Siemens VDO Automotive und Siemens Dematic den break even im laufenden Jahr erreichen. Für das Geschäftsjahr 2001/02 rechnen die Autoren der Studie jedoch noch mit Verlusten in zweistelliger Millionenhöhe.

Obwohl das US-Geschäft der Siemens AG mittlerweile den größten Umsatz bei der Siemens AG ausmache, fehlen den Experten hier "noch deutliche Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung", um die Zielvorgabe des Unternehmens, in 2003/04 "deutlich schwarze Zahlen zu erreichen".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%