Kutzer´s Corner
Abspecken für die Börse

Das Verkaufskarussell gewinnt an Fahrt, Finanzriesen beschleunigen Verkauf von Beteiligungen, Privatisierungen wieder attraktiver.

Diese Schlagzeilen aus der Wirtschaftspresse von heute sind ein weiteres Signal dafür, dass der Eigenkapital-Markt allmählich wieder belebt wird. Das ist wichtig, denn auf Dauer kann es ohne Neuemissionen, Kapitalerhöhungen und Beteiligungstransaktionen auch keine positive Kursentwicklung geben.

Längst ist es kein Geheimnis mehr, dass die immer höher verschuldeten Staaten Europas weitere Vermögenswerte – darunter auch Aktienpakete – verkaufen, sprich: privatisieren müssen. Außerdem beweisen Banken und Versicherungen in diesen Tagen, dass sie endlich abspecken und sich von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Beteiligungen trennen. Andere Konzerne werden ihre Portefeuilles ebenfalls bereinigen, wenn höhere Preise zu erzielen sind – auch die Konzerne brauchen also steigende Aktienkurse!

Grundsätzlich ist dies eine ausgesprochen positive Entwicklung, denn volkswirtschaftlich gesehen kommt es zu einem weiteren Rückzug des Staates bzw. zu einer Stärkung der Unternehmensbilanzen. Auf die kurzfristige Kursentwicklung der betroffenen AGs wirken sich Beteiligungsveränderungen erfahrungsgemäß ganz unterschiedlich aus – ob überhaupt und wie, das hängt von der Ausgangslage und den Folgen im Einzelfall ab.

Deshalb warne ich Privatanleger davor, sich an diesem Börsenmonopoly zu beteiligen. Sinnvoller erscheint mir zu prüfen, ob solche Veränderungen strategische Bedeutung haben, so dass auch die langfristige Beurteilung der entsprechenden Aktie eine Änderung verdient. Aber Sie wissen ja, dass man bei Monopoly gute Nerven und einen kühlen Kopf braucht.

Machen Sie’s gut – bis morgen!

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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