Kutzer´s Corner
Ärgern, aber nicht aussteigen

Ein pragmatischer oder doch ein fauler Kompromiss? Stabilitätspakt in der Krise?

Droht gar ein Bruch des europäischen Bündnisses? Sie werden jetzt mit unterschiedlichen, zum Teil ganz gegensätzlichen Stellungnahmen zum europäischen Defizitstreit überflutet – politischen, wirtschaftspolitischen, wirtschaftlichen. Das Beste, was man dem Hickhack abgewinnen kann, ist das Bemühen um Harmonie – und die ist bekanntlich eine der Hauptaufgaben für den noch jungen Geist Europas.

Wäre die EU eine Aktiengesellschaft, würden jetzt Köpfe rollen, denn anders ließe sich der Konflikt zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wohl nicht lösen. Was würde sich aber in der aktuellen Lage schon groß ändern, wenn Finanzminister oder Kommissare ihre Stühle räumten? Selbst einem unverbesserlichen Optimisten bereitet es Schmerzen, weiter an die Zukunft des Stabilitätspakts zu glauben. Beobachter neigen in solchen Momenten zu überdimensionalen Formulierungen. Deshalb neben der Sorge auch eine Prise Gelassenheit: Die Europäische Union steht vor einer wichtigen Belastungs- und Bewährungsprobe. Wenn sie die Probe besteht, wird sie anschließend gestärkt sein. Ich befürchte im Moment keine nachhaltige Börsenreaktion. Der Privatanleger sollte deshalb den Defizitstreit auch nicht zum Anlass nehmen, aus europäischen Aktien auszusteigen.

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%