Kutzer's Corner
Auch Amis wollen mehr Transparenz

Sorgen wegen der Konjunktur, Angst vor neuem Rückschlag an der Wall Street? Gewiss. Aber im Vordergrund stehen für Amerikas Anlageexperten die Strukturprobleme im Zusammenhang mit der Börsenschwäche der zurück liegenden drei Jahre.

Wie kann die Unternehmensführung und-überwachung verbessert werden (Corporate Governance), wie können Chancen und Risiken der Kapitalmärkte besser erkannt und publik gemacht werden, wo sollte der Staat eingreifen, wo hingegen sollten die Selbstregulie-rungskräfte der Märkte wirken, welche Rolle spielen künftig die Analysten und die Medien?

Die Jahrestagung der amerikanischen Anlageberater und Finanzanalysten hätte diesmal auch bei uns - und nicht im brütend-heißen Phoenix/Arizona - stattfinden können. Denn dort ging es - im Gegensatz zu den 90er Jahren - nur am Rande um aktuelle Anlagestrategien. Die zentrale Frage war: Wie können wir das Vertrauen der Anleger zurück gewinnen? Eine eindeutige, klare Antwort habe ich nicht mitgebracht. Denn auch unsere früheren Vorbilder in Sachen Kapitalmarkt plagen Zweifel und Unsicherheit.

Einig ist man sich darin, dass die Transparenz erhöht und die analytische Qualität verbessert werden muss - das kommt uns irgendwie bekannt vor. Aber wie das erreicht werden kann, wie zum Beispiel das unabhängige, objektive Research zu finanzieren ist, das ist unseren transatlantischen Freunden auch noch nicht so ganz klar.

Zwei Ansätze, mit denen ich mich in den kommenden Tagen noch beschäftigen werde, sind auf jeden Fall zu begrüßen: das Anlegerinteresse muss wieder in den Mittelpunkt rücken, und neue Anlageprodukte sollen einfach besser verständlich werden, selbst wenn etwas ganz Kompliziertes dahinter steckt.

Machen Sie?s gut!

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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