Kutzer's Corner
Banken-Monopoly

Kaufen sich mächtige internationale Konzerne bei uns ein, weil unsere Aktiengesellschaften so preisgünstig geworden sind? Deutschland ist wirklich billig zu haben – aber keiner will es, bisher. Das stimmt nachdenklich.

Gewiss, es gab ein paar Ausnahmen, man denke etwa an die Medienbranche und Brauereien. Wirklich großes Interesse aus dem Ausland gibt es offenbar nur für mittelständische Technologieunternehmen. So sollen Amerikaner insbesondere im Schwabenland auf Einkaufstour sein. Aber das ist nicht die wünschens-werte Form der Internationalisierung. Wenn kleinere Unternehmen einfach geschluckt werden und verschwinden, wird der Unternehmergeist, den wir dringend brauchen, zerstört!

Positiv zu beurteilen ist dagegen, wenn die seit langem diskutierte Neustrukturierung der europäischen Kreditwirtschaft voran kommt. Vom Timing her passt es, dass starke ausländische Häuser wie die Credit Suisse Group und die Royal Bank of Scotland jetzt Interesse an deutschen Instituten signalisieren. Denn unsere Banken haben das Schlimmste hinter sich und wollen wieder stärker das gewinnträchtige Privatkundengeschäft fokussieren.

Es wird, kein Zweifel, zu grenzüberschreitenden Allianzen und Fusionen kommen. Wer kauft wen? Bei diesem Monopoly nimmt die Börse gerne Commerzbank und Hypo-Vereinsbank ins Visier. Aber ich bin sicher, dass wir hier in den nächsten Jahren auch noch einige Überraschungen erleben werden.

Kurzfristige Übernahmenspekulationen zahlen sich für den Privatanleger oft nicht aus. Auch Sie sollten Bankaktien als strategisches Investment betrachten. Denn Sie können eher als langfristige Aktionäre von Kreidtinstituten profitieren, die nach kritischen Jahren gestärkt in die Zukunft gehen.

Machen Sie’s gut – bis morgen!

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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