Kutzers Corner
Bekenntnis zu Deutschland

Amerika hat gewählt, und wir gehen wieder zur Tagesordnung über. Schneller als mancher erwartet haben mag sind wir alle – diesseits wie jenseits des Atlantiks – wieder im Spannungsfeld der Pole Staatsverschuldung und Wirtschaftwachstum.

Was die deutsche Wirtschaft jetzt dringend braucht, dazu hat Josef Ackermann gestern Nachmittag mit ungewöhnlich klaren und eindringlichen Worten Stellung bezogen: Verbunden mit einem Bekenntnis zum Finanzplatz Frankfurt, zum Standort Deutsch-land und zum Zusammenwachsen Europas wandte sich der Deutsche-Bank-Chef scharf gegen ständige Nestbeschmutzung, denn: Die Welt verfolge, wie sich die Deutschen laufend in beide Füße schießen. Ackermann forderte in seiner wirklich großartigen Rede mehr Selbstvertrauen und Teamgeist.

Wie aber sollen diese sich entwickeln, wenn Regierung und Opposition alles andere als Entscheidungs- und Überzeugungskraft demonstrieren? Der Berliner Plan einer Abschaffung des 3. Oktober als Feiertag der deutschen Einheit zeugt einerseits von der Handlungsunfähigkeit eines hoch verschuldeten Staates. Die Folge sind solche aus der Hilflosigkeit entsprungenen Pläne. Andererseits zeigt sich darin auch, wie weit wir noch von jenem gesunden Patriotismus entfernt sind, den unsere Nachbarn kennen und der im Ackermannschen Sinne einer Nation zu Kraft und Selbstvertrauen verhilft.

Doch, Herr Clement, ein Nationalfeiertag hat auch etwas mit Emotionen zu tun, die man nicht auf irgendeinen Sonntag verlegen kann!

Machen Sie dabei nicht mit, sondern machen Sie’s gut!

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