Kutzer's Corner
Börse bleibt gelassen

Geht es Ihnen auch so? Manchmal hat man das Gefühl, als liefen die Uhren besonders schnell.

2005 ist, gemessen an den Vorjahren, eigentlich noch nicht viel passiert, der Winter liegt gerade hinter uns – und schon ist ein Viertel des Jahres vorüber! Die führenden Finanzmärkte haben bisher keinen klaren Trend herausgebildet. Auf der einen Seite fehlt die Kraft für einen Kursaufschwung, auf der anderen Seite ist aber auch kein starker Druck nach unten zu verspüren – auch dann nicht, wenn die Börsen schlechte Nachrichten verkraften müssen. Mal lustlos, mal aber auch lebhaft „traden“ die Profis, sie handeln also betont kurzfristig, gehen schnell rein und schnell wieder raus.

Das einzig Positive ist der internationale Vergleich: Trotz lahmender Wirtschaft sieht die Börsenbilanz des ersten Quartals nicht schlecht aus. Die Dax-Familie ist ein Stück voran gekommen, US-Aktien und Gold sind dagegen etwas billiger geworden. Zugleich erleben wir so etwas wie eine Fortsetzung des Ölrauschs, den die Märkte mit einer erstaunlichen Gelassenheit begleiten. Selbst dass Preise von über 80 oder gar über 100 Dollar für ein Fass des schwarzen Goldes nicht mehr ausgeschlossen werden, löst keine Schocks aus.

Dagegen werden die Spuren in der Konjunktur bereits deutlicher: Die beträchtliche Senkungen der Wachstumsprognosen durch EU-Kommission und BDI werden nicht die letzten gewesen sein. Es ist keine Schwarzmalerei zu behaupten, dass in diesem Umfeld ein breit angelegter und nachhaltiger Aufschwung der Aktienkurse unwahrscheinlich ist. Deshalb sollten sich am Besten nur geübte Trader und mutige Stockpicker an Europa-Aktien heranwagen.

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