Kutzers Corner
Das Gold-Fieber steigt (nicht)

Gold in zehn Jahren bei 2.000 Dollar je Feinunze? Das wäre weit mehr als das Doppelte des historischen Höchststandes, der mit 850 Dollar im Januar 1980 markiert worden war.

Die Edelmetall-Fans unter Ihnen werden angesichts solcher Prognosen begeistert in die Hände klatschen. Denn zugleich melden sich jetzt – wieder einmal – auch die vorsichtiger optimistischen Auguren zu Wort, die mit Blick auf das nächste Jahr Preise von etwa 400 bis 450 Dollar anpeilen.

Werden Rohstoffe, wird insbesondere das Gold tatsächlich zur Konkurrenz für die Wertpapieranlage? Sie kennen meine Skepsis gegenüber dieser Alternative – und ich bleibe dabei. Gewiss, man kann globale Krisenszenarien aufzeichnen, ausgehend von den politischen Brennpunkten und den finanzpolitischen Sorgen (Staatsverschuldung). Eine neue, nachhaltige Gold-Hausse wird sich aber nur dann einstellen, wenn unsere Welt in den kommenden Jahren völlig in Unordnung geraten sollte – ähnlich etwa den späten 70er Jahren. Dann würden sich Anleger auch von Aktien und Anleihen verabschieden und in „handfeste“ Werte flüchten. Bleibt Gold aber „nur“ eine Ergänzung im Portefeuille, ein Objekt der Diversifizierung, eine Art Sicherheitskomponente, dann wird dies nicht ausreichen, den Preis in Richtung alter Höchststände zu treiben. Zwei Anmerkungen noch: Es gibt auch durchaus ernst zu nehmende Szenarien, die wieder deutlich sinkende Preise beschreiben. Und: Deutsche Anleger sollten beim Abwägen der Chancen und Risiken immer die Währungsseite des in Dollar gehandelten Goldes berücksichtigen! Ob mit oder ohne Gold – oder mit zumindest ein bisschen Edelmetall –, ich wünsche Ihnen einen glänzenden Tag!

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