Kutzer´s Corner
Die "gefühlte" Konjunktur

„Wieso redet ihr alle vom Aufschwung, in welcher Welt lebt ihr eigentlich?“ fragte dieser Tage ein sichtlich enttäuschter Gastronom.

Und er bezog sich nicht nur aufs eigene Geschäft, sondern zitierte unter anderem die negativen Lageberichte aus dem Einzelhandel und der Automobilindustrie. Und dann die vielen Pleiten. Heute gibt es neue Argumente für den skeptischen Restaurantbesitzer: Der größte Betreiber von Personalservice-Agenturen hat Insolvenz angemeldet, das Debakel um die Lkw-Maut einen neuen Tiefpunkt erreicht und aus der Wirtschaft wird die Sorge über eine restriktive Kreditvergabe der Banken immer lauter.

Es fällt nach wie vor schwer, sich ein klares Bild von der Wirtschaftslage in Deutschland zu machen. Kein Zweifel: Die Prognosen, aber auch die Berichte aus Branchen und Unternehmen werden zusehends besser. Sogar bei traditionell vorsichtigen Institutionen wächst der Mut zum Optimismus. Selbst globale Belastungsfaktoren wie der feste Euro und das teure Öl scheinen an Gewicht zu verlieren. Mag sein, dass es alles in allem „auf-wärts“ geht, von „Auf-Schwung“ kann aber noch keine Rede sein – die „gefühlte“ Konjunktur ist an vielen Stellen noch viel schlechter als die offizielle. Das wird wohl bis auf weiteres so bleiben. Und das heißt für den Anleger: Nicht den Gesamtmarkt kaufen, sondern differenzieren und sich einzelne Aktien heraus picken!

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