Kutzers Corner
Die Message einer Messe

Man könnte ins Schwärmen kommen. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen, von denen sich wichtige Finanzdienstleister unter Hinweis auf einen ungünstigen Kosten/Nutzen-Effekt zurückziehen und die unter dem anhaltend unsicheren Anlageklima leiden, platzt ein noch junger Branchentreff förmlich aus den Nähten.

Sein Veranstalter kommt aus Österreich, und er hat für den Veranstaltungsort Mannheim gewählt, eine Stadt, die bisher nicht gerade als „Finanzzentrum“ aufgefallen ist.

Der „Fonds-professionell-Kongress 2005“ vergangene Woche war ein in mehrfacher Hinsicht bemerkenswertes Ereignis. Das gilt schon für die nackten Zahlen: An zwei Tagen konnten sich die mehr als 3 600 Fachbesucher, meist Investmentexperten und Finanzberater, an den Mini-Ständen von 160 Ausstellern und durch gut 155 Vorträge informieren. Die Profis blieben unter sich. Nun hat es die Fondsbranche in diesen Tagen ja nicht gerade leicht, alte Kunden zu halten und neue zu gewinnen. Deshalb bot Mannheim eine ideale Plattform, vorsichtigen Optimismus zu entwickeln. Reicht es aber aus, den Vertrieb neu zu motivieren? Würde es sich nicht lohnen, auch den Endkunden, den Privatanleger, mit einer ähnlichen Informationsdichte anzusprechen?

Inhaltlich gehen von diesem Fonds-Kongress ganz unterschiedliche Botschaften aus: Die China-Euphorie ist ungebrochen, warnende Stimmen sind kaum zu hören. Global-Strategen wird alternativ „BRIC“ als zukunftsträchtigste Ländergruppe wärmstens empfohlen – Brasilien, Russland, Indien, China. Rohstoffe bleiben angesagt, ebenso ethische und grüne Investments (mit zum Teil erstaunlich hohen Renditen!). Hedge-Fonds-Größen haben sich mit eindrucksvollen Präsentationen zurückgemeldet und dabei ihre langfristigen Performancevorteile unterstrichen. Alles in allem war zu spüren, dass Sicherheit und Kapitalerhalt nicht mehr allein im Vordergrund stehen, sondern auch die Chancen – also die Renditen – wieder verglichen werden.

Der Optimist freut sich, dass bei alldem Europa und Deutschland nicht ganz in Vergessenheit gerieten. Zwar nur wenige, aber prominente Investmentexperten (wie DWS-Kaldemorgen) lieferten starke Argumente, warum Siemens & Co. gerade jetzt für Anleger attraktiv sind.

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