Kutzer´s Corner
Die Narben des 11. September

„Keine Terrorangst mehr an den Märkten“ – so heute in Rückblicken auf den 11. September 2001 zu lesen.

Gewiss, für die Anleger, Analysten und Asset Manager stehen längst wieder andere Themen im Vordergrund, sozusagen die üblichen: Kommt der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung? Wie entwickeln sich die Wechselkurse, die Zinsen und der Ölpreis? Bekommen die Regierungen das Schuldenproblem wieder in den Griff?

Als vorsichtiger Optimist empfehle ich Gelassenheit, wenngleich mir das heute weniger leicht fällt als sonst. Denn vor zwei Jahren war ebenfalls der Beginn einer automobilen Hochglanz versprechenden IAA. Als die Katastrophe im New Yorker World Trade Centers ihren Lauf nahm, wartete ich auf die S-Bahn auf dem Frankfurter Messebahnhof, der heute – und es ist wieder IAA-Beginn – wegen eines Sprengstoffverdachts vorübergehend geschlossen wurde.

Und es gibt gerade jetzt wieder neue Terrordrohungen aus dem Lager Osama bin Ladens. Und dann noch das Attentat auf die schwedische Außenministerin Anna Lindh.

Nein, die Welt ist in den zurück liegenden zwei Jahren nicht sicherer geworden. Nur können Sie Terror jedweder Art nicht kalkulieren. Als Anleger müssen sie versuchen, die aktuell wirkenden und vorhersehbaren Einflüsse aus Wirtschaft und Politik zu bewerten, um ihre Entscheidungen für Wertpapiere, Gold oder andere Anlageinstrumente treffen zu können. Heute geht es nun einmal in aller erster Linie um die Konjunktur. Das Datum 11. September sollte für Sie also kein Anlass sein, Ihre Anlagestrategie zu überdenken. Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass dieses Datum auch an den Kapitalmärkten Narben hinterlassen hat. Böse Überraschungen dieser Art, die neue Kurs-Wunden reißen können, können nicht ausgeschlossen werden.

Hier erreichen Sie den Autoren per E-Mail: h.kutzer@vhb.de

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