Kutzers Corner
Die Wahl - nur für Spekulanten

George oder John? Irgendwie erinnert mich die US-Wahl an Roulette. Und wenn Sie ein spekulativer Typ sind, reizt es natürlich, wenige Stunden vor dem Wahlergebnis auf den Amtsinhaber oder seinen Herausforderer zu setzen – etwa nach dem Motto: Bush bleibt an der Macht, das ist gut für Aktien und den Dollar.

Also in letzter Minute noch auf Amerika setzen, zum Beispiel mit Optionen oder Zertifikaten? Ich kann das nur den wirklich hart gesottenen Spekulanten empfehlen. Denn es geht in Amerika um mehr als rot oder schwarz, um mehr als die Wahl, jedenfalls aus Sicht der Finanzmärkte.

So sollten Sie folgendes berücksichtigen, wenn Sie beim Wall-Street-Game mitmachen: Der Ausgang der Wahl ist ebenso ungewiss wie die Frage, ob ein klares Ergebnis morgen schon vorliegen wird. Dann ist zu unterscheiden zwischen kurzfristiger Reaktion der Börse und längerfristigen Trends. Selbst ein paar festere Tage im Falle einer Wiederwahl bedeuten noch lange nicht, dass es bei Dow und Dollar zu einer nachhaltigen Erholung kommt. Andererseits könnte es gut sein, dass die Wall Street mit einem Präsidenten Kerry viel Monate lang nichts anfangen kann. So oder so ist zu vermuten, dass ziemlich rasch andere Faktoren als der Wahlausgang die Wall Street dominieren werden. Und die sprechen nicht für eine höhere Gewichtung von Dollar-Engagements. Deshalb bleibe ich dabei: Europas Märkte sind für europäische Anleger attraktiver als Amerika – ob mit George oder John!

Machen Sie was draus – und machen Sie’s gut!

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