Kutzer's Corner
Ein Auge für Berlin

Die Börse hat wenig Lust, ständig nach Berlin zu blicken, um auf dem neusten Stand des politischen Reform-Hickhacks zu bleiben.

Die Börse hat wenig Lust, ständig nach Berlin zu blicken, um auf dem neusten Stand des politischen Reform-Hickhacks zu bleiben. Anleger, Anlageberater und Händler müssen aber ein Auge auf die Hauptstadt richten – und zwar nicht nur in dieser Woche, denn das parlamentarische Procedere für die umstrittenen Projekte wird sich voraussichtlich bis tief in den Dezember hinein ziehen. Kursbestimmend bleibt die Konjunktur: Wichtiger als Politik ist die Frage, ob es tatsächlich zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung ab 2004 kommen wird – oder ob sich die Stimmungsbesserung als Strohfeuer erweist.

Die Märkte sind in beiderlei Hinsicht eher zuversichtlich, aber keinesfalls euphorisch gestimmt. Die Anlagebereitschaft an unserer Aktienbörse ist nach wie vor verhalten, Großanleger realisieren Kursgewinne rasch. Und das von den Optimisten angepeilte Ziel eines Dax bei etwa 4.000 Punkten zum Jahresende kann nur erreicht werden, wenn der Reformstau tatsächlich aufgelöst wird – und zwar noch in diesem Jahr! Verzögerungen, beispielsweise durch einen längeren Streit über die Renten oder durch einen Konfrontationskurs der Opposition im Bundesrat, wären ein nicht zu unterschätzender Belastungsfaktor auch für die Börse, vor allem weil darunter unser internationales Ansehen leiden würde.

Mein Optimismus hat unter den jüngsten Polit-Diskussionen nicht gelitten, noch nicht.

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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