Kutzers Corner
Ein Gutachten, das nicht gut ist

Aus dem „goldenen Oktober“ wird wohl nichts – zumindest für die Aktionäre.

Bei den Rohstoffen selbst – ob Gold oder Öl – könnte die Bilanz für die Anleger durchaus positiv ausfallen. Aber die Börse blickt ja längst nach vorn, versucht sich auf das kommende Jahr einzustellen. Und je länger und höher der Ölpreis klettert, umso trüber werden die Aussichten. Das wird sich auch im traditionellen Herbstgutachten niederschlagen, das die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute morgen vorstellen. Wichtige Ergebnisse daraus sind bereits durchge-sickert. Und die sind alles andere als ermutigend.

Wenn die Mehrheit der Gutachter Recht behält, d.h. unsere Wirtschaft im laufenden Jahr um 1,8 Prozent und 2005 dann nur um 1,5 Prozent wächst, warum sollten Unternehmer angesichts solcher Vorhersagen jetzt investieren und warum Anleger sich in Aktien engagieren? Ohnedies ist die „gefühlte“ Konjunktur seit Monaten viel schlechter als die offizielle. Bis vor kurzem entwickelten sich die Prognosen tendenziell nach oben, klangen zunehmend optimistisch. Auf einmal sieht es so aus, als wär’s das schon gewesen, das bisschen Aufschwung.

Öl ist als der Schuldige längst identifiziert – ist zugleich aber auch der Hoff-nungsträger: Wenn der Überhitzung der Ölmärkte (und anderer Industrierohstoffe) bald eine deutliche, nachhaltige Korrektur folgen sollte, könnte der jetzt absterbende Optimismus wieder aufblühen. Vergessen Sie bitte nicht: Wir sprechen über Prognosen. Und die sind in der Vergangenheit meist falsch gewesen ...

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