Kutzer´s Corner
Ein neues Bankenmodell

„Haben Sie Interesse an der Postbank-Aktie?“ fragt das Institut heute in ganzseitigen Anzeigen, in denen es für den bevorstehenden Gang an die Börse wirbt. Nun, die Deutsche Bank hat Interesse, aber nur an der Mehrheit, mindestens, oder doch nicht?

Angeblich soll es im Hause der Deutschen Bank Zoff geben, zumindest strategische Meinungsverschiedenheiten darüber, ob die Zukunft mehr im Inland oder in Europa oder in der Welt liege. Oder stimmt das auch nicht?

Inzwischen hat sich auch der Kanzler eingeschaltet, drängt die Kreditwirtschaft zu raschen Fusionen, wünscht ein deutsches Institut mit globaler Bedeutung. Und die Regierung ihrerseits wird von Spitzenvertretern der Industrie zur Einmi-schung gedrängt, weil die nicht von vaterlandslosen Banken bedient werden wollen bzw. nicht nur auf das Wohlwollen amerikanischer Mega-Institute angewie-sen sein wollen. Ja, und was wird aus der Postbank?

Ausgerechnet die Branche, die berufsmäßig mit Geld umgeht und andere bei Umstrukturierungen aller Art berät, stolpert kläglich (nicht erst jetzt!) auf dem Weg sich neu aufzustellen.

Deshalb modifiziere ich eine frühere Empfehlung wie folgt: Die Bundesregierung möge den Übergang zu einer Kreditwirtschaft auf zwei Säulen unterstützen. Unter dem Dach der Deutschen Bundesbank, die sowieso neue Aufgaben braucht, könnten die Sparkassen, Volksbanken sowie die Postbank flächendeckend vereint werden. Parallel wird die „Deutsche Allianz“ aus einer Fusion von Deutsche Bank und Allianz gebildet, die unter anderem Hypo-Vereinsbank und Commerzbank schluckt.

Nur ein Scherz? Vielleicht ...

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