Kutzer's Corner
Eine Säule des Anlagemarkts wackelt

Die Schlagzeilen von heute lesen sich dramatisch: „Eigentümer kommen Dekabank zur Hilfe“ und „Bei deutschen Immobilienfonds droht ein Dominoeffekt“. Sparkassen-Präsident Hoppenstedt versucht – was auch sonst – zu beruhigen: „Es gibt keine Krise und keine Panik“. Und der Investmentverband BVI assistiert durch eine Pressemitteilung: „Offene Immobilienfonds verfügen über ausreichend Liquidität.“

Warum geht es? Einer der traditionell besonders soliden und populären Anlagemärkte droht in eine schwere Krise zu schlittern – die offenen Immobilienfonds. Sozusagen mit Verspätung haben viele (aber längst noch nicht alle ...) Privatanleger erkannt, dass ihre Anteile angesichts extremer Leerstände bei Büro- und Gewerbeimmobilien, insolventer Mieter und sinkender Mieteinnahmen an Attraktivität verlieren. Zudem belasten die Nachrichten von der Verstrickung führender Kreditinstitute in den Frankfurter Immobilienskandal. Die Folge: Anleger ziehen massenhaft Gelder aus in Deutschland investierenden Grundstücksfonds ab. Das könnte schlimme Folgen haben, wenn es tatsächlich zu einem Domino-Effekt in der Branche, zu ernsten Liquiditätsproblemen und daraufhin zu größeren Immobilienverkäufen kommen sollte. Das würde die ohnedies schrumpfende Rendite der bisher so beliebten Fonds weiter schmälern. Unerfreuliche Nebenwirkungen auf die Investment-Community, unser Bankensystem, auf den Immobilienmarkt insgesamt und auch auf die Börse wären nicht auszuschließen. Wieder einmal darf das alte Zitat vom Geld, das scheu wie ein Reh ist, herausgekramt werden. Bleiben Sie dennoch gelassen – fürs erste!

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