Kutzers Corner
Fester Euro? Bleibt in Europa!

Was hohe Volatilität ist, haben uns die Finanzmärkte wieder einmal deutlich vor Augen geführt.

Am Dienstag schien der Dax die 3 000er-Marke endlich zu packen, seilte sich nachmittags aber wieder ab. Der Euro beendete offenbar seinen Höhenflug, doch war der Druck auf die Gemeinschaftswährung nur von kurzer Dauer; inzwischen hat sie ein neues 4-Jahres-Hoch erklommen. Nur zu Erinnerung: "Volatilität" kommt vom lateinischen "volare" - d.h. fliegend, flatternd, beweglich. Im modernen Sprachgebrauch bedeutet Volatilität das Ausmaß der Schwankungen von Preisen, Kursen, Zinsen innerhalb einer kurzen Zeitspanne.

Aber auch wenn wir etwas länger zurück blicken, ist gut zu erkennen, welche Rolle Stimmungsschwankungen an den Märkten spielen und dass die schon von Kostolany so trefflich beschriebene Psychologie oft wichtiger für die Marktbeurteilung ist als fundamentale Daten: Bis ins vergangene Jahr hinein galt der Euro wegen seiner Schwäche als Sorgenkind - besser gesagt: die wirtschaftliche Verfassung der Euro-Zone. Jetzt bereitet der Euro wegen seiner immer stärker werdenden Kondition Kummer, insbesondere der deutschen Exportwirtschaft, wobei sich Europas Wirtschaftslage alles andere als verbessert hat. Die aktuellen Analysen und Prognosen bescheinigen dem Euro weiteres Potenzial - manche sehen schon 1,20 $ je Euro am Horizont.

Politisch-psychologische Einflüsse auf die Wechselkursentwicklung einerseits und das Gewicht wirtschaftlicher Faktoren andererseits sind jedoch unberechenbar. Und es gibt keine präzise Antwort darauf, was ein anhaltender Euro-Aufschwung für die Börsen bedeuten würde. So empfiehlt sich: Vorsichtige Anleger sollten das Dollarrisiko scheuen und dort einkaufen, wo auch die internationalen Kapitalströme zur Zeit hinfließen - in Europa.

Genießen Sie den 1. Mai - bis Freitag!

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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