Kutzers Corner
Geld für Hans Eichel?

Unser Staat ist mittlerweile arm und hochverschuldet – wie viele anderer Staaten auch. An Einfallsreichtum hat es den Politikern allerdings noch nie gemangelt, wenn es darum ging, Löcher zu stopfen.

Hans Eichel erwägt jetzt angeblich eine neue Variante: langfristige Kredite von den Töchtern Telekom und Post. Nun, inzwischen sind solche Überlegungen von Berlin bereits dementiert worden. Also stellt sich die weiter Frage, wie der Bundesfinanzminister schnell an Geld kommen könnte – bis eine bessere Konjunktur die Steuerquellen wieder sprudeln lässt.

Die Citibank hat mich auf eine Idee gebracht, denn sie hat sich jetzt mit den „Schlummer-Konten“ der Bundesbürger befasst und kommt zu erstaunlichen Zahlen. Die Banker haben ausgerechnet, dass deutschlandweit mindesten 16 Mrd. Euro auf „vergessenen“ Konten ruhen, Konten, die irgendwann einmal eröffnet wurden – z.B. wegen einer Zinsaktion – und dann nicht mehr genutzt worden sind. Sie bringen kaum Zinsen und kosten unnötige Gebühren – die Deutschen verschenken sozusagen Geld.

Das muss nicht sein. 16 Mrd. Euro, die den Konsum oder den Kapitalmarkt beleben könnten – oder zumindest teilweise unserem Staat leihweise zur Verfügung gestellt werden könnten. Ich bin gespannt, ob unserer Regierung etwas dazu einfällt – vielleicht eine Steuer auf schlummernde Konten? Nein, dann lieber eine variabel verzinste Staatsanleihe. Wichtiger wäre natürlich, wenn sich Regierung und Opposition auf eine wirkliche Sanierung des Staatshaushalts verständigen würden, vor allem durch Subventionsabbau.

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