Kutzers Corner
Happy End für Borussia?

Borussia ist das lateinische Wort für Preußen. Ob der BVB noch preussische Werte vertritt, muss mittlerweile stark bezweifelt werden.

Viele Beobachter bangen jetzt um die Borussia, denn der Verein ist tief gestürzt, kann aber noch tiefer fallen. Das gilt in jeder Hinsicht. Ohne hier die Managementfehler zu würdigen – eine der Besonderheiten des Falls Borussia Dortmund ist die Parallelität der sportlichen und finanziellen Entwicklung. Und genau aus diesem Grund war der Börsengang vor vier Jahren mit einiger Skepsis begleitet worden.

Analysten hatten vor jener Abwärtsspirale gewarnt, die sich dann in Bewegung setzen könnte, wenn die erforderlichen Erfolge auf dem grünen Rasen ausbleiben sollten. Fußballer wissen ganz genau, dass selbst ein Star-Ensemble, das auf dem Papier ganz oben mitspielen müsste, in der Tabelle nach unten durchgereicht werden kann, wenn es einmal nicht läuft. Dann ist sogar der Abstieg nicht mehr auszuschließen – man mag sich das für den BVB gar nicht vorstellen. Börsianer wissen ganz genau, dass eine Aktie fast ins Bodenlose fallen kann, wenn sie in Verruf gerät.

Borussia Dortmund ist sportlich wie finanziell ein Fiasko – aber noch nicht am Ende. Im Unterschied zu anderen Dramen, die sich während der vergangenen Jahre an der Börse abgespielt haben (zum Beispiel am Neuen Markt), ist für den BVB ein Happy End möglich, nicht zuletzt weil er auch außerhalb des Westfalenstadion so viele Fans hat. Es gibt für den Verein nur Sympathisanten. Selbst die Bundesliga-Konkurrenten wünschen ihm nicht den Abstieg.

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