Kutzers Corner
Jeder kehre vor seiner Tür!

Eine Konzern-Krise wird zum öffentlichen Tribunal. Natürlich ist es für alle Betroffenen, insbesondere für die Arbeitnehmer, schlimm, wenn ein Traditionsunternehmen saniert werden muss, um seine Existenz zu sichern.

Völlig überflüssig, ja sogar schädlich ist die populistische öffentliche Diskussion über den Einzelfall Karstadt-Quelle – unter besonderer Mitwirkung des Bundeskanzlers höchstpersönlich und anderer Politiker. Dass die Gewerkschaften kämpfen – um die Arbeitsplätze wie um die eigene Existenzberechtigung – ist nachvollziehbar. Aber je lauter und breiter über die Sanierungsstrategie debattiert wird, umso schwerer wird es dem neuen Management gemacht, frühere Fehler zu korrigieren und die Weichen neu zu stellen.

Unternehmerische Entscheidungen, mögen sie von noch so großer Tragweite sein, müssen im Unternehmen getroffen werden. Und unsere Politiker, die mitverantwortlich für die schwierige Lage vieler Unternehmen sind, sollten erst einmal ihren Job richtig tun, bevor sie das Missmanagement in der Wirtschaft anprangern. Diese Regierung hat es wie ihre Vorgängerin eben nicht verstanden, das zentrale Problem der Arbeitslosigkeit zu lösen. Danach ist es kein Wunder, wenn Berlin auch bei der Aufgabe versagt, das Volk frühzeitig und konsequent auf eine Phase des Gürtel-enger-Schnallens einzustimmen.

Und Sie wissen ja: Alles hängt irgendwie zusammen. Deshalb belastet der Medienrummel nicht nur die Entscheidungsprozesse, sondern auch den Kurs der Aktie – und damit das Kapitalmarkt-Standing eines – noch – bedeutenden Konzerns!

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