Kutzers Corner
Keine Euphorie bei Bankaktien

Zwischenberichten bekannter Börsengesellschaften entgegen zu fiebern, um anschließend die Marktreaktionen zu analysieren, ist für engagierte Aktienfans schon zur Routine geworden.

Spätestens übermorgen wird es aber richtig spannend, wenn der Zahlenreigen der Großbanken beginnt. Experten hegen keine Zweifel, dass die schwer gebeutelten Kreditinstitute für das zweite Quartal eine weitere deutliche Ertragserholung melden werden – die Vorzeichen haben gewechselt. Im Vorfeld heißt es dazu in einer Bankenstudie: Die Margen steigen, die Kosten sinken und die Provisionseinnahmen bereiten kein Kopfzerbrechen mehr. Aber: Können bessere Zahlen auch die Aktienkurse beflügeln?

In dieser Hinsicht sind Analysten bemerkenswert skeptisch – aus gutem Grund: Die Kurse der großen Geldhäuser haben sich in den zurückliegenden Wochen bereits dramatisch erholt, im Falle von Deutsche Bank und Commerzbank sogar relativ stärker als der Dax. Deshalb möchte ich Sie schon darauf einstimmen, dass es nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse zu Kurseinbußen kommen kann, weil Gewinne realisiert werden. Manche Analysten empfehlen bereits den Verkauf speziell von Commerzbank und Hypovereinsbank auf dem aktuellen Niveau.

Machen Sie’s gut – bis morgen!

Das gilt aber nur für die kurz- und mittelfristige Betrachtung. Wer Zeit und Geduld mitbringt – vor allem: wer erst in diesem Jahr neuen Mut zum Kauf von Finanztiteln bewiesen hat –, der sollte sich von solchen Überlegungen nicht irritieren lassen. Insbesondere der Marktführer Deutsche Bank wird seinen Aktionären in den kommenden Jahren wieder mehr Freude bereiten. Wichtig für die Börse insgesamt wäre vor allem, wenn sich die Überzeugung durchsetzte, dass die Banken- und Versicherungskrise endgültig überwunden ist.

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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