Kutzers Corner
Keiner will Aktienfonds

„Fondsbranche sammelt im August 3,1 Mrd. Euro neue Anlagemittel ein.“ Die Überschrift zur soeben vorgelegten monatlichen BVI-Statistik liest sich gut. Doch dann verändert sich der Eindruck rasch.

Zwei Drittel der Zuflüsse entfallen auf die Spezialfonds, also auf das Geld institutioneller Großanleger. Das verbleibende Drittel aus dem Kreis der Publikumsfonds wäre ein durchaus erfreulicher Wert – wenn, ja wenn da nicht eine nachdenklich stimmende Zusammensetzung der Summe wäre: Privatanleger haben im abgelaufenen Monat für sage und schreibe gut 1,8 Mrd. Euro Geldmarktfonds gekauft, dazu noch rund 850 Mill. Rentenfonds.

Gleichzeitig haben sie aber für fast 1,9 Mrd. Euro (!) Aktienfonds zurückgegeben. Damit hat sich das Publikum im bisherigen Jahresverlauf zusammen genommen von Aktienfonds im Gegenwert von rund 3,7 Mrd. Euro getrennt – in den Jahren zuvor gab es dagegen Zuflüsse etwa in dieser Größenordnung.

Dass es private Anleger zur Sicherheit hin zieht, dass die Risikobereitschaft angesichts der unsicheren Börselage sinkt, ist nachvollziehbar. Allein das Ausmaß dieser Entwicklung sollte alle Verantwortlichen ins Grübeln bringen.

Denn was schon die DAI-Aktionärsstatistik vor einigen Wochen zeigte, wird auf der Seite der indirekten Aktienanlage bestätigt: Deutschland verliert in diesem Jahr viele Aktionäre, zu viele. Und die meisten werden nicht ohne weiteres zurückkehren.

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