Kutzer's Corner
Kurze Irritation

Zwei Vorgänge, keine Überraschung: die Wiedereingliederung von T-Online in den Telekom-Konzern und weitere Platzierungen von T-Aktien durch die KfW.

Dennoch haben beide Maßnahmen wegen ihrer zeitlichen Nähe einerseits und ihrer Komplexität andererseits für Irritationen gesorgt. Vor allem die Höhe des Kaufangebots an die freien T-Online-Aktionäre sei die Höhe, so haben Aktionärsschützer am Wochenende erzürnt reagiert – ihnen sind 8,99 Euro pro Aktie nicht hoch genug. Jetzt stellen sich die üblichen Fragen: Annehmen oder nicht? Kommt eine Aufbesserung der Offerte? Lohnt sich stattdessen ein Tausch in T-Aktien?

Die rechtlichen und analytischen Antworten werden sicher schon in den nächsten Tagen geliefert. Und an den Börsenkursen kann der Anleger die Richtung ablesen. Letztlich entscheidend ist, ob die Strategie aufgeht die mit der Reintegration von T-Online verbunden ist.

Wieder einmal zeigt sich, dass deutsche Aktiengesellschaften in puncto Investor Relations noch dazu lernen müssen. Zwar haben beide Maßnahmen angeblich nichts miteinander zu tun. Doch hätten sie besser präsentiert werden können: Vielleicht sogar zeitgleich und mit dem strategischen Hintergrund, verkauft werden zu können, zum Beispiel durch eine gemeinsame Pressekonferenz von Bund, Konzernmanagement und Konsortialbanken. Denn alle wollen doch das Gleiche: eine starke Deutsche Telekom im harten internationalen Wettbewerb. Und da darf nun wirklich optimistisch ein, oder?

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