Kutzer's Corner
Lieber einen Mercedes...

„Lieber einen Mercedes in der Garage, als eine Daimler im Depot!“ Dieser Spruch ist schon ein paar Jahre alt, denn die Börsianer sind ja schon seit langem von der Kursentwicklung der Daimler-Chrysler-Aktie enttäuscht, die sich auch in den vergangenen Monaten wieder einmal schlechter entwickelt hat als der Gesamtmarkt.

Passend dazu die heutige Nachrichtenlage: Der neue Super-Mercedes SLR, den viele von uns gerne hätten, ist bereits ausverkauft, meldet die Bild-Zeitung den Bundesbürgern auf Seite 1. Die Wirtschaftspresse beschäftigt sich dagegen mit dem „Duell am Delaware“, dem spektakulären Milliarden-Dollar-Schadensersatz-prozess des Chrysler-Großaktionärs Kirk Kerkorian.

Seit Freitag gibt es Signale, dass es noch zu einem Vergleich zwischen dem Konzern und dem Kläger kommen kann. Selbst wenn eine solche Lösung die Stuttgarter einige Millionen kosten würde, wäre sie wohl im Interesse des Kapitalmarkts, weil damit Spekulationen über ein noch teureres Ende verhindert würden. Aber: Dass der Mercedes-Stern an der Börse längst verblasst ist, hat nichts mit dem Prozess, sondern mit der anhaltend schlechten Performance von Chrysler zu tun.

Die beste Nachricht für die Aktie wäre die Ankündigung, dass der Zusammenschluss dieser ungleichen Automobilhersteller wieder rückgängig gemacht würde. Aber darauf darf man nicht setzen. Deshalb käme es einem Wunder gleich, wenn die Daimler-Chrysler-Aktie in absehbarer Zeit das vorläufige Kursziel von 40 Euro tatsächlich erreichen würde.

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