Kutzers Corner
Märkte bleiben auf der Ölspur

Gerhard K., ein gut informierter Privatanleger, stört die starke Fokussierung auf die Ölpreise bei der Analyse der Wirtschafts- und Börsenlage. Er verweist auf die anderen makroökonomischen Problemfelder, wie zum Beispiel Amerikas Verschuldung und die außenpolitischen Risiken.

Was auch immer wie stark gewichtet wird – am Thema Öl kommen wir zur Zeit nicht vorbei. Angesichts eines drohenden weiteren Anstiegs – die 50-Dollar-Marke ist ja nicht mehr weit – warnt jetzt auch die an sich zuversichtliche Deutsche Bundesbank vor den Folgen für die Konjunktur, wenn das schwarze Gold noch teurer werden sollte.

Auch der heute veröffentlichte monatliche ZEW-Konjunkturindikator steht unter dem Eindruck der Sorgen über eine bevorstehende Abschwächung der Weltwirtschaft als Folge der Ölpreisentwicklung: Der August-Index der Wirtschaftsforscher ist stärker als von den Märkten erwartet zurückgegangen. Noch einmal zur Verdeutlichung: Es ist noch kein Konjunkturpessimismus eingekehrt, aber beim Blick nach vorn (mittelfristig gesehen, also auf etwa ein halbes Jahr) entstehen Sorgenfalten.

In einem solchen Umfeld kann sich der Aktienmarkt nicht nachhaltig erholen, eher kommt es zu weiteren Kursverlusten. Der unverbesserliche Optimist kann nur auf positive Überraschungen hoffen – z.B. auf deutlich sinkende Ölpreise Richtung 35 bis 30 Dollar, wenn die Spekulanten aussteigen. Was glauben Sie, wie schnell sich dann der Wirtschafts- und Börsenhorizont wieder aufhellen würde! Tanken Sie preisbewusst!

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