Kutzers Corner: Neue Fantasie durch Steuerreform

Kutzers Corner
Neue Fantasie durch Steuerreform

Manchmal sind „Good News“ aus der Wirtschaft „Bad News“ für die Börse. Das ist heute anders, denn die Presse liefert auch den Anlegern ermutigende Nachrichten – es sei denn, sie wären CDU/CSU-Sympathisanten.

Denn Edmund Stoiber bereitet mit seinen verbalen Entgleisungen die nächsten Wahlniederlagen vor. Ganz anders Wirtschaftsminister Clement, der wenige Tage nach seinem schweren Stand bei der Erläuterung der Rekord-Arbeitslosigkeit eine Vorwärtsstrategie eingeschlagen hat: Das Reformtempo in Deutschland soll erhöht werden, dazu gehört eine Senkung der Unternehmenssteuern.

Börsianer vernehmen es mit Wohlgefallen, obwohl diese schon seit längerem diskutierte Maßnahme dem Volk nicht leicht zu vermitteln wäre, denn gerade jetzt liegen neue Analysen vor, wonach die Firmengewinne neue Rekordhöhe erreichen – nicht nur bei uns. Wieso dann noch Steuern senken? Wir dürfen an dieser Stelle nie vergessen, dass unsere Volkswirtschaft nicht aus ein paar international operierenden Konzernen besteht, sondern von Tausenden nicht börsennotierter mittelständischer Unternehmen getragen wird. Und denen, jedenfalls den meisten, geht es längst nicht so gut!

Sollte Berlin tatsächlich den Beweis für anhaltende Reformfähigkeit und einen wirtschaftsfreundlichen Kurs liefern, etwa durch eine umfassende, vereinfachende Steuerreform, dann kann dies nur bei gleichzeitigem Subventionsabbau geschehen – dann wäre dies für ausländische Investoren ein weiteres Argument, sich wieder verstärkt in Deutschland zu engagieren. Und das wäre ein Fundament, auf dem nachhaltig festere Börsen entstehen können.

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