Kutzer´s Corner
Nichts ist sicher bei Übernahmen

Man kann sie förmlich spüren, die ersten Anzeichen einer Wiederbelebung der Aktienmärkte.

Ich denke jetzt nicht nur an Kurse und Umsätze, sondern auch an die zunehmenden Kapitalbeschaffungsmaßnahmen sowie die sich ebenfalls wieder häufenden Nachrichten und Spekulationen über Firmenzusammenschlüsse und Beteiligungsübernahmen. Ich erinnere nur an aktuelle Fälle wie Oracle/Peoplesoft, BAE Systems, aber auch an die immer wieder aufflammenden Gerüchte zum europäischen, speziell deutschen Finanzsektor.

Eine typische Frage, die dann von privaten Anlegern gestellt wird: Welche Aktie soll ich kaufen, den Übernahmekandidaten oder den übernehmenden Konzern? Ganz konkret: Jetzt Commerzbank kaufen?

Sie wissen ja: Für mich war die erste Juniwoche die "Woche den Wende" - ich bin so zuversichtlich für den Aktienmarkt, insbesondere den deutschen, wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr.

Aber ich möchte ausdrücklich davor zu warnen, auf so genannte Übernahmekandidaten zu setzen. Für den Außenstehenden ist unberechenbar, ob es überhaupt zu einem spürbaren Kursimpuls kommen und wenn ja, bei wem er sich nachhaltig niederschlagen wird, in Form festerer Kurse. Spontane Bewegungen werden oft ziemlich rasch wieder korrigiert. Das kann auch daran liegen, dass die Übernahmepläne scheitern.

Neugruppierungen von börsennotierten Unternehmen dringen mitunter schon in einem frühen Stadium an die Öffentlichkeit. Im Zeitalter der Globalisierung gibt es einfach mehr Nahrung für Übernahmefantasie. Behandeln Sie Übernahmenachrichten und Übernahmegerüchte grundsätzlich mit großer Vorsicht.

Und wenn Sie mitspielen wollen, dann nur mit Ihrem Spielgeld - also aus dem spekulativen Topf. Und machen Sie?s gut - bis morgen!

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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