Kutzers Corner
Schrempp muss Börse erst überzeugen

Ein Konzern mit höchsten Ansprüchen und großem Selbstvertrauen, ein cooler Konzernchef mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein und voller Optimismus beim Blick nach vorn: Ist Daimler-Chrysler wieder so edel, wieder die glänzende Premium-Marke, wie sie Jürgen Schrempp heute präsentiert hat?

Das Zahlenwerk ist ja alles in allem nicht schlecht und enthält einige Highlights – darunter einen bemerkenswerten Turnaround bei Chrysler. Dennoch bleibt der Gewinn klar hinter den Erwartungen zurück, Analysten sind enttäuscht, die Börse reagiert spontan mit deutlichen Kursverlusten. Und Sie, die privaten Anleger, werden sich vielleicht fragen, ob jetzt der Zeitpunkt für einen Wiedereinstieg gekommen ist.

Nun, auf der Pressekonferenz hagelte es förmlich große Worte mit einem zeitweise schon aufdringlichen Unterton des Eigenlobs. „Bester, Spitze, neue Maßstäbe, Produktfeuerwerk“ usw. Schrempp ließ keinen Zweifel daran, dass vor allem die anhaltende Produktoffensive auf beiden Seiten des Atlantiks weiteres Wachstum bringen soll. Man hat im laufenden Jahr und auch danach „viel vor“.

Vom Erfolg muss die Börse aber erst überzeugt werden! Ganz anders als Konkurrent BMW hat sich der Kurs von Daimler seit nahezu fünf Jahren abwärts und dabei schlechter als der Dax entwickelt. Das kommt auch in dem spöttischen Börsenspruch „Lieber einen Mercedes in der Garage, als eine Daimler im Depot“ zum Ausdruck. Trotz der heutigen Kursenttäuschung stufen Analysten die Aktie mittlerweile zumindest als haltenswert ein, einige empfehlen auch den Kauf. Damit brauchen Sie sich nicht zu beeilen, behalten Sie den "Stern“ aber im Auge!

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