Kutzers Corner
Von alten Börsianern und neuer Politik

überschattet nach wie vor die Kapitalmärkte. Das bestätigten Alt-Börsianer gestern Abend in Frankfurt auf der Abschiedsparty für ein Urgestein des Wertpapierhandels.

Die Politik, die große Weltpolitik ebenso wie die nationale Nabelschau, Wie hat sich die Welt doch verändert – nostalgisch, aber dennoch fröhlich analysierten die Protagonisten des weiland so aktiven Parketthandels die Gefahren der globalen Verschuldung und dabei vor allem die ungewohnte Rolle Russlands und Chinas für den Wohlstand Deutschlands nach dem Motto: Die einen stopfen unsere aktuellen Haushaltslöcher, die anderen sorgen längerfristig dafür, dass der Euro wieder rollt.

Deshalb lobten die Kapitalmarktsenioren sowohl die erfolgreiche China-Reise des Kanzlers als auch die Männerfreundschaft zwischen Schröder und Putin. Eher kritisch kommentiert wurde dagegen der erneute Anlauf der Deutschen Börse, die London Stock Exchange zu übernehmen. Und als gar der Name Laurenz Meyer fiel, folgte konzertiertes Kopfschütteln. In diesem Zusammenhang wurden dann auch nicht ganz ernst zu nehmende Vorschläge formuliert, wie z.B.: „Lasst Seifert nach London gehen, wir reaktivieren dann hier den Präsenzhandel“ oder „Warum werden unsere Spitzenpolitiker nicht offen und einheitlich von der Industrie bezahlt?“

Dax-Prognosen? Fehlanzeige. Die meisten waren froh, mit dem Aktienmarkt hauptberuflich nichts mehr zu tun zu haben, denn er werde sich wohl auch 2005 im Fahrwasser der Politik bewegen. Und als ein Partygast Wetten anbot, dass Kanzler Schröder 2006 die Wahl wieder gewinnen werde, fand sich niemand, der dagegen halten wollte.

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