Kutzers Corner
Vorsicht bei der Dollar-Spekulation!

Die Prognose von Wechselkursen gehört zu den schwierigsten Aufgaben, die sich Volkswirte und Analysten vornehmen können – am Besten sollte man die Finger davon lassen, sagen erfahrene Propheten.

Konkrete Vorhersagen zur Preisentwicklung an den Devisenmärkten sind schon fast als unseriös zu werten, insbesondere wenn sie sich auch noch auf einen bestimmten Stichtag beziehen. Aber was nützen solche Betrachtungen: Der Markt produziert ständig Prognosen, der Markt will solche Prognosen – der Markt braucht halt solche Prognosen.

Die Stimmungslage für den Dollar ist zur Zeit ziemlich wechselhaft. War zuvor die Zahl der Optimisten im Steigen, so haben die Spekulationen über eine Ausweitung des US-Leistungsbilanzdefizits jetzt wieder verunsichert – heute Nachmittag werden ganz miserable Handelsbilanzzahlen befürchtet, am Freitag folgen dann die Daten zum Kapitalfluss. Sollte nachher tatsächlich ein neues Rekordminus verkündet werden, dann könnte dies nach Ansicht von Experten den Dollar nachhaltig schwächen.

Das mag so sein. Aber: Wie lange hält die Wirkung dieser Monatsstatistik an? Seit Jahren erfahren wir doch immer wieder, dass sich Finanzmärkte von einer US-Statistik zur nächsten hangeln. Es lebe die unberechenbare Kurzfristigkeit! Und es könnte durchaus sein, dass schon bald wieder ein gegenüber Europa viel höheres Wirtschaftswachstum und ein größer werdender Zinsvorsprung die amerikanische Währung stärkt. Bedenken Sie, wie viele Faktoren auf den Dollar einwirken! Wir reden zwar alle von globalisierten Märkten, doch ist der Dollar bis heute das einzige wirklich global gehandelte Produkt.

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