Kutzer's Corner
Vorsicht für Europa-Aktien!

Wenn man gerade Länder bereist hat, in denen es richtig „brummt“, die mit viel Dynamik ihre Zukunft gestalten, dann ist die Rückkehr in die alte Welt selbst für einen unverbesserlichen Optimisten ziemlich frustrierend. Der Standort Deutschland – und damit Europa insgesamt – braucht dringend Erfolgserlebnisse. Aber wo sollen die herkommen?

Zunächst die Niederlage der Deutsche Börse AG mit dem Ende der Ära Seifert/Breuer. Dann die Niederlage der Bundesregierung durch das NRW-Debakel. Und nun ein schwerer Rückschlag für das Projekt Europa durch das Votum der Franzosen.

Nun haben die drei Ereignisse nichts miteinander zu tun. Und man sollte jetzt auch nicht krampfhaft versuchen, doch einen gemeinsamen Nenner zu finden. Aus Anlegersicht ist es wichtiger, über die Depotstruktur neu nachzudenken: Sollten deutsche bzw. europäische Aktien weiter übergewichtet werden? Ich melde dazu ernste Bedenken an. Zwar ist heute zu lesen, dass ausländische Großanleger die Neuwahl (und den vermuteten Regierungswechsel) begrüßen: Weitere Reformen verbessern die Kurschancen.
Nur: Bisher ist noch nicht einmal klar, wie und wann es zu Neuwahlen kommen wird.

Kurz: Aus Berlin drohen weitere Irritationen, auch aus der Opposition. Und ist eine massive Mehrwertsteuererhöhung, wie sie jetzt in allen Lagern diskutiert wird, ein ermutigender Schritt in die richtige Richtung? Natürlich nicht. Wenn dazu weitere Absagen an die EU-Verfassung kommen sollten – etwa durch die Niederlande am kommenden Mittwoch –, kann das auch die Finanzmärkte belasten.

Der Rat des Optimisten: Europa zwar noch nicht verkaufen, aber neue Käufe zurückstellen!

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