Kutzer's Corner
Vorsicht gegenüber Europa-Aktien

Sie können einschalten oder aufschlagen, wo Sie wollen – Europa begegnet Ihnen überall. Nach dem „Non“ und dem „Nee“ jagen sich die Krisensitzungen, werden beruhigende Parolen ausgegeben, geloben Spitzenpolitiker mehr Sensibilität gegenüber den Empfindungen der Bürger. Spekulationen über ein drohendes Ende des Euros werden als totaler Unsinn abgebürstet, und die Börsen präsentieren sich in einer erstaunlich stabilen Verfassung. Also nur ein Sturm im Wasserglas?

Tatsächlich könnte man die neu aufgeflammte Europa-Diskussion als Kommunikationsstörung zwischen der Politik und dem Volk abtun – solche Störungen kommen ja häufiger vor. Außerdem strahlen zunehmende innenpolitische Probleme auf das Europa-Thema aus. Dies darf aber doch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gemeinschaft und ihre Währung jetzt wieder auf dem Prüfstand stehen. Wenn es schlecht geht, gerät Europa in eine Sackgasse aus der es – wenn überhaupt – vielleicht nur schwer beschädigt wieder herauskommt. Und selbst einem Optimisten fehlt zur Zeit die Fantasie, aus der aktuellen Entwicklung etwas Positives für Wirtschaft und Börse abzuleiten. Deshalb ist Vorsicht das Mindeste, was deutsche Anleger bis auf Weiteres an den Tag legen sollten, zumal die parallelen Hoffnungen auf einen Machtwechsel in Berlin mit einer anschließend starken Regierung ebenfalls reine Spekulation bleiben. Noch müssen wir nicht „Good bye, Europa!“ sagen. Mir fällt es in diesen Tagen aber auch schwer, unsere Aktien als einen „Good Buy“, als einen guten Kauf, zu bezeichnen.

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