Kutzers Corner
Vorsicht Schleudergefahr

Gibt es eine Verbindung zwischen dem Arbeitsmarkt und dem Aktienmarkt? Keine Direkte, denn die Börsianer haben sich längst an die anhaltende, seit Jahren unerträglich hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland gewöhnt.

Anders in Amerika: Dort verändern sich die Beschäftigungszahlen stärker, sind ein wichtiger Faktor für die Beurteilung der Konjunktur und wirken sich dementsprechend auch auf die Aktienkurse aus.

Aktuell haben wir es mit widersprüchlichen Faktoren zu tun. US-Notenbankchef Greenspan hat jetzt, wie erwartet, das baldige Ende der lockeren Geldpolitik angekündigt. In Europa hingegen dürften die Leitzinsen in absehbarer Zeit nicht verändert werden. In den USA werden noch für diese Woche erneut erfreuliche Arbeitsmarktdaten erwartet – in Deutschland jedoch sieht es in puncto Beschäftigung weiter trübe aus. Hier blüht kein Optimismus, kein Konjunkturfrühling.

Auf beiden Seiten des Atlantiks muss man sich aber Sorgen wegen der Ölpreise machen, denn die sind mittlerweile auf den höchsten Stand seit 1990 gestiegen. Das war so nicht zu erwarten und könnte zunehmend zu einem spürbaren Belastungsfaktor für die Weltwirtschaft werden. Wenn die Öl-Gurus Recht behalten, wird der Preis für das schwarze Gold noch auf Monate hoch – zu hoch! – bleiben. Skeptiker schließen deshalb nicht aus, dass die Aktienkurse auf der Ölspur ins Schleudern kommen können. Dem Anleger bleibt im Moment nur die Hoffnung – die Hoffnung darauf, dass die Experten nicht Recht behalten.

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