Kutzers Corner
Wall Street riskant für Anleger

Die Stimmung ist schlechter als die Lage – das bestätigen jüngste Umfragen unter internationalen Anlageexperten. Dabei wird eines immer deutlicher: Amerika stellt – neben dem Ölpreis – den gewichtigsten Risikofaktor dar.

Zum einen sind Zweifel an der Konjunkturdynamik aufgekeimt, zum anderen bleibt Amerika im Brennpunkt weltpolitischer Sorgen. Darüber hinaus werfen die näher rückenden Präsidentschaftswahlen erste Schatten auf die Börse. Die Mehrheit der Geldmanager rechnet mit einem Machtwechsel im Weißen Haus, und viele sehen in John Kerry einen Belastungsfaktor für den Aktienmarkt. Ein anderes Bild als bei uns, denn hier würden die meisten – Wirtschaftsexperten ebenso wie die Bundesbürger – eine Ablösung der amtierenden Regierung lebhaft begrüßen.

Nimmt man das wiederum zum Anlass, die Korrelation von Dow und Dax einmal langfristig – über Jahrzehnte hinweg – zu überprüfen, dann wird auf den ersten Blick bestätigt, dass unsere Aktienkurse meist ziemlich eng den amerikanischen folgen. Beim zweiten Hinschauen erkennt man aber die durchaus nicht seltenen Phasen der Abkopplung. Speziell in den vergangenen sieben Jahren ist der Dax dem Dow mitunter weit vorausgeeilt (und das nicht nur für ein paar Monate); im laufenden Jahr hingegen halten sich US-Werte bisher deutlich besser als Siemens & Co. Demnach klingt es plausibel, wenn Fondsmanager große Skepsis gegenüber der Wall Street und dem Dollar äußern. Andererseits ist es sinnvoll, wenn deutsche Anleger ihr Kapital jetzt nicht nach Amerika exportieren. Der Dax kommt wieder, ich weiß nur nicht wann ...

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