Kutzers Corner
Warum der Dax den Dow braucht

Heute geht es um die Verbesserung der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Kanzler Schröder und Präsident Bush sollten dabei die Börsen im Auge behalten, denn deren Beziehungen waren auch historisch betrachtet gut und könnten gar nicht besser sein.

Am Kapitalmarkt spricht man von Korrelation – das kommt aus dem Lateinischen: Correlatio ist die Wechselbeziehung. Nun, auch hier sind die Machtverhältnisse klar, ja die Dominanz Amerikas ist an der Börse eher noch stärker als in der Weltpolitik.

Mit anderen Worten: Die New York Stock Exchange war, ist und bleibt die Leitbörse nicht nur für Europa. Deshalb folgen Indizes wie der Dax (aber nicht nur der) den amerikanischen Indizes Dow Jones, Standard & Poor’s und Nasdaq sozusa-gen auf den Füßen. Dabei ist es durchaus nicht selten, dass das Ausmaß eines Kursanstiegs oder -abstiegs unterschiedlich ausfällt – in der jüngeren Vergangenheit waren die Ausschläge bei uns meist heftiger als die in New York. Dass die Kurse in eine andere Richtung laufen, also eine Abkopplung des Dax vom Dow, ist freilich die Ausnahme und in aller Regel auf wenige Wochen oder Monate begrenzt.

Was bedeutet enge transatlantische Korrelation aktuell? Wer als Anleger mittel- und längerfristig auf steigende Aktienkurse vor allem in Europa setzt, muss den Amerikanern alles Gute wünschen. Denn sollten die Kassandras Recht behalten, wonach ein Crash an der Wall Street angeblich näher rückt, dann kann und wird es keine Hausse in Frankfurt geben. Sollte sich das Börsenklima dagegen weiter verbessern, so ist durchaus denkbar, dass sich der Dax relativ stärker nach oben bewegt als der Dow.

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