Kutzer´s Corner
Was gut für Versicherer ist ...

„Eichel ist Vergangenheit“, so der Titel eines kritischen Handelsblatt-Kommentars, nachdem der früher einmal so sparsame Bundesfinanzminister jetzt öffentlich einen neuen Schuldenrekord in diesem Jahr eingeräumt hat. Doch es gibt auch gute Nachrichten rund um unser Geld.

So haben die internationalen Bankenaufseher bei der seit langem diskutierten Frage neuer Eigenkapitalregeln für Finanzinstitute („Basel II“) endlich einen Kompromiss erzielt. Das ist wichtig nicht nur für die Geldhäuser selbst, sondern auch für deren Kreditnehmer.

Noch ist Hans Eichel Gegenwart, denn sein Ministerium hat heute Vormittag Presseberichte bestätigt, wonach in dieser Woche ein Plan verabschiedet werden soll, die Lebens- und Krankenversicherungen steuerlich zu entlasten. Das ist noch eine Nachwirkung des Börsen-crashs und des Debakels bei der Mannheimer Leben, denn dieser Schritt soll die Gefahr weiterer Zusammen-brüche verringern. Die Entlastung für die Versicherer wird auf mindestens 5 Mrd. Euro geschätzt. Was grotesk anmutet, gilt Befürwortern als weitsichtig, denn: Der Staat ist zwar theoretisch pleite, verhindert durch diesen Schachzug aber tatsächliche Pleiten in der Wirtschaft.

Ohne die politischen, ordnungspolitischen Seiten näher zu beleuchten: Es geht bei Banken und Versicherungen um den sensibelsten Sektor unserer Wirtschaft. Das heißt nicht, dass die – gerade hier schwer wiegenden – Managementfehler durch öffentliche Entschuldung entschuldigt werden sollen. Der Kapitalmarkt kann aber auf jeden Fall applaudieren. Denn die Banken haben im Konsolidierungsprozess mittlerweile große Fortschritte gemacht und jetzt können die Versicherer aufatmen. Wenn das die Börsenkurse nachhaltig unterstützt, dann profitieren gerade diese Branchen und ihre Aktien besonders davon – und Sie als Aktionäre!

Hier erreichen Sie den Autoren per Email: h.kutzer@vhb.de

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