Kutzer´s Corner
Wenn Banken sparen ...

Dass eine Großbank besonders sparsam mit dem Geld umgeht, gerade in schwierigen Zeiten, muss von jedermann begrüßt werden. Wenn den Mitarbeitern aber das berufliche Dessert gestrichen wird, reagieren die Betroffenen natürlich verärgert.

Kein Wunder also, dass die Ankündigung der Commerzbank, ihre Betriebsrente auslaufen zu lassen, nicht nur für Schlagzeilen sorgt, sondern auch Spekulationen über Hintergründe, Konsequenzen und mögliche Vorbildwirkung auslöst.
Mich erinnert das an die schon ältere Bemerkung eines Frankfurter Insiders in einem anderen Zusammenhang: „Banken werden zu ganz normalen Unternehmen.“

Was das heißt? Die lange so edlen, nadelstreifigen Geldhäuser müssen in punkto Managementqualität, Geschäftsmodell und Ertragskraft genauso wie etwa ein Automobilhersteller behandelt und beurteilt werden. Dementsprechend dürfen sich die Mitarbeiter eigentlich nicht wundern, wenn es zu einem solchen „Kulturbruch“ kommt, wie es von Gewerkschaftsseite wütend formuliert wurde. Gewiss, ein Aus für Betriebsrenten passt nicht in eine Zeit, in der die Stärkung der privaten und betrieblichen Vorsorge propagiert wird. Andererseits ist der Schritt der Commerzbank, der in anderen Branchen schon vollzogen wurde, eine Einzelmaßnahme, sollte also nicht überbewertet werden. Vor allem zeigt uns der Vorgang eines: Verlasse dich auf nichts und niemanden, nur auf dich selbst – das gilt auch für die Altersvorsorge!

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