Kutzers Corner
Wenn Leuchttürme nicht leuchten

„Die neuen Prügelknaben – jetzt sind die Manager dran“, titelt heute das Manager Magazin. Zugleich berichtet das Handelsblatt, dass immer mehr Dax-Unternehmen die Einkünfte ihrer Vorstandsmitglieder individuell ausweisen wollen.

Eine entsprechende Empfehlung des Corporate-Governance-Kodex wird jetzt – wenn auch Zähne knirrschend – akzeptiert. Na endlich! Aber: Nach wie vor stehen gut 40 Prozent der Führungskräfte einer Offenlegung ihrer Bezüge kritisch gegenüber. Wer sich so ungeschickt wie unsere Topmanager der öffentlichen Diskussion zu entziehen versucht und dann einfach mit dem Begriff „Neidgesellschaft“ zurückballert, der darf sich nicht wundern, wenn die Regierung auf den Plan tritt und glaubt, auch hier regulierend eingreifen zu müssen (als hätte sie nichts Besseres zu tun!).

Dass Managern inzwischen „jede Schweinerei zugetraut wird“ und dass Manager persönlich darunter leiden, „in der Schmuddelecke“ zu stehen, so einige Zitate, ist eigentlich nur den Leuchttürmen zuzuschreiben (früher hat man sie einmal „Vorbilder“ genannt). Denn die wenigen weithin bekannten Spitzenrepräsentanten führender Konzerne prägen das Bild in der Öffentlichkeit. An den Leuchttürmen orientiert man sich nun einmal – auch dann, wenn über Abzocker, Versager und Jobkiller diskutiert wird. Wir brauchen wieder mehr Vorbilder, brauchen solche Leuchttürme, die richtige Signale setzen. Andererseits muss der Öffentlichkeit klar gemacht werden, dass sich die Kritik nur auf Einzelfälle, nicht auf die Führungskräfte ganz allgemein richten darf!

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