Kutzer´s Corner
Zeigt Eure Portemonnaies!

Ob Deutschlands Top-Manager auch verdienen was sie verdienen und ob sie künftig mehr oder weniger als heute verdienen – daran wird die Republik nicht genesen.

Die Jahreseinkünfte eines elitären Kreises sind volkswirtschaftlich genauso unbedeutend wie die Höhe der Diäten unserer Parlamentarier. Wichtig ist die Transparenz der Bezüge dennoch. Zum einen haben die Eigentümer einer Aktiengesellschaft, die Aktionäre, ein Recht darauf zu wissen, wie ihre Manager im einzelnen bezahlt werden. Zum anderen geht es um den sozialen Frieden in einem Staat, der sich im Umbruch befindet, der seinen Bürgern weitere Leistungskürzungen abverlangen muss – und der gleichzeitig bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft – damit für die Unternehmen – braucht.

Die Diskussion bekommt neuen Zündstoff. Gewerk-schaften und Regierungsmitglieder haben sich schon eingeschaltet. Heute ist zudem zu lesen, die meisten Dax-Unternehmen hätten sich darauf verständigt, die Vergütung einzelnen Vorstandsmitglieder auch künftig nicht öffentlich aufzudecken, wie es der Corporate-Governance-Kodex fordert. Sozusagen ein „Schweigepakt“. Wie blöd!

Dieser Vorgang lässt weitere Zweifel am Niveau deutscher Top-Manager aufkeimen. Erkennen die denn nicht den Trend? Wollen sie unerwünschte, überflüssige und letztlich auch schädliche Eingriffe des Gesetzgebers in ihre Vergütungsregelungen provozieren? Ich behaupte: Die sogenannte Neid-Diskussion wird rasch zu Ende gehen, wenn die im Kodex beschriebene Transparenz endlich hergestellt wird. Also: Liebe Vorstände, stellt Euch doch nicht so an! Wir haben wirklich wichtigere Probleme zu lösen ...

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