Kutzers Corner
Zinsspekulationen gelassen beobachten!

Wie stark wird die US-Notenbank Fed demnächst die Leitzinsen erhöhen und wie wirkt sich das dann auf die Börsen aus? Muss andererseits die Europäische Zentralbank EZB doch noch einmal ihre Leitzinsen senken, um der hier noch relativ müden Konjunktur einen Impuls zu geben?

Dazu gab es in den vergangenen Tagen nicht nur Sybillinisches von Fed-Chef Alan Greenspan und Forderndes von Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter. Wieder einmal – und recht massiv – hat sich die Politik eingemischt: Nach dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi rüttelt auch Frankreichs Finanzminister Nicolas Sarkozy an den monetären Grundpfeilern der EZB.

Die hat jetzt die passende Antwort gegeben. Denn in ihrem heute Vormittag vorgelegten Monatsbericht signalisieren unsere Währungshüter eine unveränderte Kombination von Gelassenheit und Wachsamkeit. Zum einen glaubt die EZB sowieso an eine Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs in Europa – auch der private Verbrauch dürfte sich allmählich erholen. Zum anderen werden die Ölpreis bedingten Risiken zwar gesehen, aber nicht bedrohlich hoch eingeschätzt. Ja, man ist offenbar bereit zu tolerieren, wenn die Inflationsrate für einige Zeit über der 2-%-Marke liegen würde, denn: Auf mittlere Sicht zeichnet sich keine Inflation ab.

Was heißt das für die Märkte? Der bevorstehende Zinsschritt in Amerika wird die Börsen kaum beeinflussen. Und in Europa steht kein Zinsschritt bevor – weder nach unten, noch nach oben. Machen Sie’s bei Ihren Gelddispositionen wie die EZB: Bleiben Sie gelassen-optimistisch, aber wachsam!

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